#120 - Regulation im Fokus: Selbstregulation und Co-Regulation mit Ineke Eilers
Shownotes
Emotionsregulation und Entwicklung
Selbstregulation ist eng mit der Entwicklung der exekutiven Funktionen verknüpft — also Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle und kognitiver Flexibilität. Diese entwickeln sich sehr langsam und erfahren zwischen fünf und sechs Jahren einen ersten großen Sprung. Die volle Reife dieser Funktionen ist erst mit etwa 25 Jahren erreicht. Fachkräfte können also davon ausgehen, dass auch Grundschulkinder noch regelmäßig Unterstützung brauchen — und das ist kein Drama.
Das Stresstoleranzfenster
Ineke beschreibt das Nervensystem anhand des Stresstoleranzfensters: In der Mitte liegt der grüne Bereich — ausgeglichene Herzfrequenz, Atmung und Muskelspannung. Nach oben gibt es den aktivierten, roten Bereich (Stress, Kampf-Flucht), nach unten den Freeze-Zustand. Gesundheit bedeutet nicht, immer auf der Nulllinie zu sein, sondern gut zwischen Anspannung und Entspannung zu pendeln. Viele Menschen hängen jedoch dauerhaft im roten Bereich — das gilt besonders für Fachkräfte in Kitas.
Warum "Beruhig dich!" nicht hilft
Wer sich in hoher Anspannung befindet, hat den Körper auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Muskelspannung und Stresshormone müssen aktiv abgebaut werden — am besten durch Bewegung. Einfach hinsetzen führt zu angepasstem Verhalten, aber nicht zu echter Regulation. Das gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene.
Selbstregulation vor Co-Regulation
Wenn Fachkräfte selbst gestresst sind, senden sie — ob sie wollen oder nicht — Stresssignale aus: veränderte Mimik, Stimmlage, Körperhaltung, schnelle Bewegungen. Kinder, die auf diese Person angewiesen sind, registrieren das sofort und fahren ihr eigenes Nervensystem hoch. Eine Negativspirale entsteht. Deshalb gilt: erst selbst regulieren, dann das Kind begleiten. Ineke empfiehlt, den eigenen Körper als erste Anlaufstelle zu nutzen — zum Beispiel durch bewusstes, tiefes Ausatmen.
Fachkräfte und ihr eigenes Stressmaß
Viele Fachkräfte merken erst gegen Ende des Arbeitstages, wie hoch ihr Stress tatsächlich war. Ineke empfiehlt, sich im Laufe des Tages immer wieder kurz einzuchecken: Wie geht es mir gerade? Was brauche ich? Auch im Team kann das helfen — zum Beispiel durch morgendliche Check-ins oder vereinbarte Codewörter als Signal für Überforderung. Wichtig ist eine gute Fehlerkultur, in der das Abgeben als professionelle Stärke gilt.
Neurodivergente Kinder und Dysregulation
Neurodivergente Kinder fahren ihr Nervensystem oft schon im Alltag auf einem höheren Grundniveau — viele kompensieren das tagsüber und zeigen die Dysregulation erst zu Hause. Ineke empfiehlt, Dysregulation frühzeitig zu erkennen, bevor das Kind vollständig aus dem Fenster fällt. Besonders hilfreich: regulierende Sinneserfahrungen — taktile, propriozeptive, akustische oder visuelle Reize, je nach individuellem Bedarf des Kindes.
Veröffentlichungen zur ACE-Studie:
- https://api.aerzteblatt.de/pdf/pp/18/10/s464.pdf
- https://www.thelancet.com/action/showPdf?pii=S2468-2667%2817%2930118-4
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6131660/pdf/fpsyt-09-00420.pdf
Mehr über Ineke:
- Website: https://www.inekeeilers.de/
- Insta: https://www.instagram.com/ineke.ei/
- Buch: https://shop.autorenwelt.de/products/selbst-und-co-regulation-verstehen-und-anwenden-von-ineke-eilers?variant=57295165718853
Vortrag mit Ineke: Reguliert sein, um regulieren zu können: https://www.bo-paedagogik.de/programm/reguliert-sein-um-regulieren-zu-koennen
Mehr von der Bo-Akademie:
- Der große BoP-Onlinekurs: https://www.bo-paedagogik.de/der-bop-kurs
- Vortrag: "Bindungsorientierte, partizipative Eingewöhnung" mit Dr. Marjan Alemzadeh: https://www.bo-paedagogik.de/programm2026/vortrag-bindungsorientierte-eingewoehnung
Kontakt zu Lea:
- Email: kontakt@beduerfnisorientierte-paedagogik.de
- Webseite: https://lea.wedewardt.de/
Werbepartner Pädiko:
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Transkript anzeigen
00:00:04: Ich beschäftige mich hier mit einer achtsamen, gewaltfreien und bedürfnisorientierten Begleitung von Kindern in der die Gefühle Bedürfnisse und Grenzen aller Beteiligten im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.
00:00:27: Endlich, endlich, endlich.
00:00:29: Ich freue mich so sehr euch das beteilen zu können!
00:00:31: Die bedürfnisorientierte Pädagoik gibt es nun endlich für Fahrkräfte und Teams als Online-Kurs.
00:00:38: Ihr könnt schrittweise in sechs Modulen euch der BOP annähern und in einem zum Beispiel zwei Jahresplan – so haben wir das jetzt aufgeschrieben – Kontinuierlich anhand von Videos und Übungen, es sind wirklich sechzehn Stunden Videomaterial- und Achtzigübungen.
00:00:58: Ihr könnt in die Reflektion gehen!
00:00:59: Ihr könnt häppchenweise in den Austausch gehen, in Teamsitzungen... ihr könnt euch durch die BOP Wursteln sozusagen und ich bin so unglaublich stolz darauf dass der jetzt da ist der BOP Kurs.
00:01:14: Ich setze euch die Infos in die Show-Notes und möchte aber nun natürlich ... Die Gästen ankündigen, nämlich es geht heute um das Thema Korregulation und Selbstregulation.
00:01:25: Und wie dass alles zusammenhängt?
00:01:27: Das ist so eng verbunden mit der bedürfnisorientierten Pädagogik.
00:01:31: Davon sprechen wir ja ganz viel!
00:01:34: Und ich freue mich umso mehr, dass wir das Thema heute wirklich sehr tief und fachlich uns anschauen mit Ineke Eilers.
00:01:42: Inike Eilers ist Fachberaterin, Referentin und Autorin.
00:01:45: Sie hat ein ganz neues Buch veröffentlicht – Selbst- und Co-Regulation beim Klett-Kita Verlag!
00:01:53: Sie hat Gesundheitswissenschaft studiert und Erziehungswissenschaften und ist neuromotorische Entwicklungsförderin und Martemio Practitioner.
00:02:01: Und durch die Kombination eben ihrer Studienfächer und der langjährigen Erfahrung als Jugalehrerin auch und durch die kombination dieser verschiedenen Fächer Kann sie das Thema Bildung, Gesundheit und Achtsamkeit und Regulation eben gut zusammenbringen?
00:02:17: Und ist deswegen spezialisiert auf das Thema Selbstregulation von Kindern und auch Erwachsenen und das Zusammenspiel.
00:02:25: Ich finde unser Interview ist so wundervoll geworden.
00:02:29: es ist wirklich sehr tiefgehend.
00:02:31: bei mir gab's auch einige Aha-Erlebnisse und deshalb
00:02:34: wünsche ich euch jetzt ganz
00:02:36: viel Spaß bei dieser Folge!
00:02:43: Hallo, liebe Inneke.
00:02:44: Wie schön, dass du hier im Podcast bist!
00:02:46: Herzlich willkommen.
00:02:48: Hallo, Liebe Lea.
00:02:49: Ich freue mich sehr, dass ich heute bei dir sein darf.
00:02:51: Vielen Dank.
00:02:52: Sag mal was ist denn jetzt eigentlich genauer Regulation?
00:02:55: Weil ich finde das ist so ein Wort... Das wird so um sich geworfen vielleicht auch und ja wir müssen uns regulieren und die Kinder regulieren aber irgendwie so richtig bedeutet, das wissen glaube ich wenige.
00:03:11: Was ist denn Regulation?
00:03:13: Regulation
00:03:14: ist erstmal auch ein riesengroßes Wort und wird auch in vielen verschiedenen Kontexten sehr unterschiedlich verwendet.
00:03:20: es gibt selbst Regulation, Nervensystemregulation Emotionsregulation Und für mich bedeutet Regulation insgesamt erst einmal dass sich meine eigenen inneren Zustände wahrnehmen kann um sie dann im besten Fall auch beeinflussen zu können.
00:03:35: Dafür muss ich aber erst mal spüren können, welche Emotionen zum Beispiel gerade sehr präsent sind in mir.
00:03:41: Aber auch was für Körperreaktion gerade in mir sehr präsenz sind.
00:03:45: Meine Schultern angespannt sind weil ich nervös oder gestresst bin oder ob meine Atmung sehr schnell geht, weil ich aus irgendwelchen Gründen gerade unter Anspannung stehe.
00:03:53: und das ist erstmal eine Voraussetzung dafür dass sich diese Zustände irgendwann auch beeinflussen kann.
00:03:58: Und das ist natürlich eine ziemlich günstige Kompetenz, wenn man das mit zunehmendem Alter irgendwann auch immer besser schafft.
00:04:05: Dass man auf sein eigenes Erleben Einfluss nehmen kann.
00:04:08: Einfach weil man deswegen seinen eigenen Emotionen aber auch Gedanken nicht so hilflos ausgeliefert ist und eben Einfluchs auf dem eigenen Zustand nehmen kann.
00:04:16: Ich habe jetzt verstanden Regulationen ist ein Überbegriff und ein Teil wäre quasi Emotionsregulation.
00:04:22: Was wäre dann Emotion?
00:04:25: Was ist damit gemeint?
00:04:27: Wenn ich Emotionen wahrnehme in mir, ich bleibe mal bei der Emotion Wut zum Beispiel.
00:04:33: Dann geht diese Emotion mit Gedanken einherm.
00:04:36: Zum Beispiel ... Ich bin wütendweil, gerade dies und das und jenes passiert ist.
00:04:41: Das geht aber auch immer mit einem Körperzustand einherrn.
00:04:43: Wenn ich wüten bin dann ziehen sich zB die Schultern hoch oder ich balle meine Fäuste oder ich werde rot im Gesicht Und diese Emotion-Wut zu regulieren meint erst einmal wahrnehmen zu können.
00:04:56: Und dann dieser Wut, einen geeigneten Ausdruck zu geben.
00:04:59: Auch durchaus ein geeignetem körperlichen Ausdruck und dafür brauchen wir schon relativ viel Kompetenzen weil das kann bei jüngeren Kindern zum Beispiel erst einmal sein dass ich den Stressor so schnell wie möglich verschwinden lassen möchte.
00:05:12: beispielsweise Ich bin wütend weil das andere Kind meine Lieblingsschaufel hat und dann kann die erste implusive Reaktion sein dem Kind das Spielzeug wegzunehmen vielleicht sogar auf dem Weg dahin das Andere Kind zur Seite zu schubsen.
00:05:24: Das ist erst mal eine altersgemäße Strategie.
00:05:27: Sollte sich irgendwann aber entwickeln in einer Strategie, die andere Kinder nicht verletzt und dafür brauchen wir Emotionsregulationen um dieser Wut einen körperlichen Ausdruck zu geben dass die Fäuste geballt werden zum Beispiel es völlig in Ordnung mit diesen geballten Fäusten ein anderes Kind zu verletzen ist natürlich nicht in Ordnungen Und Emotionsregulation bedeutet, Wege zu finden.
00:05:46: Diesem körperlichen Ausdruck zum Beispiel der Wut einen anderen Ausdruck zu geben.
00:05:50: Der im besten Falle eben nicht andere Menschen involviert oder verletzt aber der trotzdem Raum gibt für dieses Gefühl.
00:05:56: und das ist mir auch immer wichtig dazu zu sagen denn Regulation bedeutet nicht diese Gefühle wegzudrücken und sofort wegzuregulieren sie am Besten gar nicht mehr zu spüren.
00:06:05: es bedeutet schon diese gefühle wahrzunehmen und ihnen dann eben den geeigneten ausdruck zu geben.
00:06:10: Und ab wann kann ich denn damit rechnen, dass Kinder das nicht mehr mit den Fäusten machen?
00:06:16: Also das ist zumindest bei mir in den Fortbildungen echt viel Thema.
00:06:20: Dass dann auch Fachkräfte man nicht mal wirklich Angst kriegen so auf die Art oh Gott jetzt mit fünf haut er immer noch oder sowas.
00:06:28: Wann können wir denn damit Rechnen dass Kinder vielleicht anders ausdrücken können als jetzt mit den fäustern zum Beispiel?
00:06:35: Also Selbstregulation ist ganz eng verbunden mit der Entwicklung der exekutiven Funktionen.
00:06:41: Haben vielleicht Fachkräfte auch schon mal von gehört, exekutive Funktion die meinen das Arbeitsgedächtnis vor allem auch Inhibition also Verhaltenshämmung und kognitive Flexibilität Und all diese Sachen sind Voraussetzungen dafür überhaupt selbst Regulation entwickeln zu können.
00:06:56: Exekutive Funktionen sind eine hoch komplexe Leistung des Gehirns Und diese super komplexe Leistungen, die entwickelt sich in den ersten Lebensjahren erst mal relativ langsam bis so ungefähr fünf Jahren.
00:07:09: Zwischen sechs und fünf Jahre gibt es einen Riesensprung.
00:07:12: Das fällt vielen Fachkräften auch auf das in der Zeit ganz viel passiert was Perspektivübernahme zum Beispiel angeht Empathie sich eigene Bedürfnisse zurückstellen können.
00:07:22: Und trotzdem diese exekutiven Funktionen entwickeln sich bis zum fünfundzwanzigsten Lebensjahr und werden in der Pubertät sowieso noch mal vollständig umgebaut.
00:07:32: Ja, dann merkt man schon oder hört schon es ist eine Kompetenz.
00:07:35: auch junge Erwachsene haben damit zu tun und ich würde sogar alle Erwachsen einschließen die unter starken Emotionen stark im Stress auch selbst immer noch Schwierigkeiten haben gut regulierte Verhaltensweisen zu zeigen.
00:07:47: also das sind wirklich Kompetenzen die ganz ganz ganz viele Faktoren beeinflussen und wo wir ganz viele Vorläuferfähigkeiten sozusagen brauchen, damit das irgendwann gut funktioniert.
00:07:58: Und es führt auch dazu dass in den ersten Lebensjahren das durchaus auch anstrengende Zeiten der Begleitungen sind weil man das immer und immer wieder teilweise die gleichen Situationen mehrmals am Tag hat und am nächsten Tag wieder und wieder und Wieder begleiten muss damit diese Nervenbahnen im Gehirn sich einfach gut verknüpfen.
00:08:16: Das heißt aber immer noch nicht wenn sie einmal verknüpft sind, dass sich dann in einem Moment von höchstem Stress und höchster Erregung von Überforderungen vielleicht auch wirklich auf diese Regulationskompetenzen zugreifen kann.
00:08:29: Denn unter hohem Stress schaltet unser vorderes Gehirn wie ab.
00:08:33: Und in dem Moment fällt es uns einfach super schwer, auf diese Kompetenze zurückzugreifen, auch wenn wir sie vielleicht schon mal gut gelernt hatten – das geht auch Erwachsenen so!
00:08:42: Ja, das ist was, was ich fast in jeder Fortbildung aufzeichne.
00:08:45: Also das Gehirn, dass dann die Scharte fallen lässt und wir eigentlich den Zugang zum präfrontalen Cortex hier vorne einfach gar nicht mehr haben, wo ja eben die Planung und die Impulskontrolle sitzt.
00:08:58: Und ich finde, das sollten alle Fachkräfte wissen... beginnt mit dem fünften sechsten Lebensjahr, dass das vielleicht ein bisschen zuverlässiger funktioniert.
00:09:08: Aber auch wenn im Grundschulalter noch ein Kind sich eben nicht schnell und gut regulieren kann und die Fäuste dann doch einmal verwendet werden?
00:09:17: Dann ist es immer noch kein Drama.
00:09:19: Das finde ich nochmal ziemlich wichtig zu sagen!
00:09:23: Und was ist denn jetzt aber Nervensystemregulation?
00:09:27: Unser Nervensystem besteht aus zwei verschiedenen Zweigen.
00:09:30: Das ist einmal unser Stress-System sozusagen, also ich sage es jetzt sehr vereinfacht, unser Stresssystem und unser Entspannungssystem.
00:09:37: Und wenn unser System Gefahr registriert das kann ich sage mal extra dazu eine reale oder wahrgenommener Gefahr dann manchmal reagiert unser System auf Gefährdungen die meine Nachbarin oder jemand anderes überhaupt nicht als Gefahr einstufen würde.
00:09:54: Aus irgendwelchen Gründen, aus biografischen Gründen vielleicht muss aber nicht sein reagiert mein System.
00:09:59: Aber gerade ganz besonders stark darauf und es kann sein dass in meinem Nervensystem das Stresssystem sehr aktiv wird und das Entspannungssystem ganz stark runter fährt.
00:10:09: Und wenn ich in diesem Stresssystem drin bin, dann fällt mir selbst Regulation sowieso schon mal deutlich schwerer.
00:10:15: Nervensystemregulation meint aber eben aus diesen Stresssystemen wieder ein Gleichgewicht zu schaffen also das Entspannungssystem wieder ein bisschen hochzufahren und das Stresssystem runterzufahren um dann wieder eine gute Balance zu finden.
00:10:27: Und das hängt ja auch viel mit, da kommen wir vielleicht später noch mal drauf.
00:10:30: Also wie bin ich schon geboren?
00:10:33: Mit welcher Art von Gehirn, wie sensibel reagiert mein Gehirnen auf gewisse Reize hat nicht nur was mit Erfahrungen zu tun zum Beispiel Trauma-Erfahrungen ja auch sondern vielleicht auch mit einer Voraussetzung die ich schon mitbringe mit der Geburt Wie sensible mein Gehör und mein Nervensystem auf bestimmte vorhandene äußere Faktoren reagiert.
00:10:56: Da kommen wir auf jeden Fall später noch mal dazu, was sind denn so Situationen in denen jetzt Menschenregulation brauchen?
00:11:04: Also sagen wir mal Kinder im Kindergartenalltag, was ist dann so Situation in denen so eine Regulation vielleicht durch Erwachsene erforderlich wird?
00:11:14: Also ganz vereinfacht würde ich sagen Situation in den sichtbar ist, dass das Kind nicht schafft.
00:11:19: In diesem Moment in diesen Kontext in dieser Situation sich selbst zu regulieren Denn Kinder haben per se schon erst mal auch eigene Regulationsstrategien.
00:11:27: also so ganz ganz basale Strategien wie Daumen in den Mund nehmen bei ganz jungen Kindern oder in den Haaren wuseln Oder die eigene Kleidung anfassen und irgendwas in den Händen machen Das alles wären Regulationsstrategien.
00:11:41: Auch Rückzug ist eine Regulationsstrategie, dem Konflikt entfliehen sozusagen und ich sage das jetzt ohne dass in irgendeiner Art und Weise zu werten es sind einfach erstmal Strategien die den Kind schon relativ früh zur Verfügung stehen.
00:11:53: bei noch jüngeren Kindern kann man das so wunderbar beobachten das wegdrehen von der Erregungsquelle.
00:11:57: wenn denen das zu viel wird dann drehen sie sich einfach weg Und irgendwann, je mehr sozialer Kontakt eben da ist kann es Situationen geben in denen diese Regulationsstrategien nicht ausreichen und unterstützt werden muss durch Erwachsenen.
00:12:10: In der Anwendung einer Regulations Strategie.
00:12:13: Das kann sein dass die Fachkraft oder das Elternteil die erwachsene Person eine Regulationsstrategie direkt anwendet für das Kind sozusagen zum Beispiel das weinende kind auf den Schuss zu nehmen zu wiegen oder Es könnte auch eine Möglichkeit sein, diesen Kind eine Regulationsstrategie anzubieten.
00:12:31: Also vorzuschlagen.
00:12:32: Mensch möchtest du nicht dies das und jenes machen?
00:12:35: oder das Kind zu fragen was es vielleicht schon an eigenen Regulationen Strategien kennt.
00:12:39: also was brauchst du gerade?
00:12:42: Was könntest du jetzt tun damit's dir besser geht?
00:12:44: Auch da erinnere ich nochmal diese letzten Fragen.
00:12:47: Das sind schon Ganz schön komplexe Fragen, die ganz schön viel Kompetenz erfordern.
00:12:53: Damit kann man Kinder schnell überfordern.
00:12:55: das merkt man immer gut daran dass es eben nicht zur Regulation führt sondern vielleicht die Disregulation verstärkt.
00:13:00: so eine Frage und dann muss ich überlegen gut das war vielleicht zuviel in dieser Situation in diesem Kontext Dann muss sich vielleicht doch einen Vorschlag machen da muss ich vielleicht doch zwei Sachen zum Auswahl zum Beispiel geben Und vielleicht sucht sich das Kind eines der beiden aus.
00:13:13: Es kann durchaus auch sein, dass in diesem Moment nichts funktioniert.
00:13:16: Dann finde ich es nicht meine Aufgabe als erwachsene Person auf Biegen und Brechen mir was auszudenken und siebenundzwanzig Lösungen bereitzustellen.
00:13:23: Vielleicht ist dann auch meiner Aufgabe als Fachkraft einfach nur diese Emotion zu begleiten und einfach dieses Gefühl, dieses superanstrengende Gefühl mit auszuhalten und nicht wegzugehen.
00:13:35: dazu bleiben
00:13:36: Ja, und das hört sich einfacher an als es ist.
00:13:39: Weil bei uns selbst kommen wir nachher auch noch mal dazu wie ich mich dann als Fachkraft reguliere in dem Moment.
00:13:46: Denn unser Nervensystem springt ja dann auch an und holt ganz viele unbewusste Erinnerungen hervor zu bestimmten Gefühlen.
00:13:56: Ich würde sagen, einer der zentralen Punkte, die wir sozusagen in der bedürfnisorientierten Pädagogik getrachten ist ja immer wieder dieses Versuchen das Kind bei der Regulation zu begleiten indem wir Gefühle wahrnehmen.
00:14:12: Indem wir Gefüle annehmen.
00:14:14: In dem wir Gefühl benennen.
00:14:17: In denen wir mit dem Kind gemeinsam herausfinden was brauchst du aber eben nicht mit der Frage Was brauchst Du?
00:14:26: Sonst, ich sag immer wenn wir sagen was brauchst du und das Kind überfordert es einfach total dann würde das Kind ja nicht diese überfordernden Gefühle schon zeigen.
00:14:37: Also wenn das Kind wüsste was es tun könnte, dann hättest er's auch schon getan.
00:14:42: Deswegen ist die Frage von Was brauchst Du eigentlich häufig sehr überfordern?
00:14:47: Und wir nutzen deswegen ja gerne das Jahrmantra zum Beispiel indem wir wie so Angebote machen wie so ein Art Tablettservieren, sage ich immer.
00:14:56: Bei dem wir Aussagen treffen bei denen das Kind gucken kann ja das ist es.
00:15:02: Also sozusagen dass es Ja sagen kann und das Nervensystem sich so regulieren kann dann indem wir eben sagen aha du wolltest das selber entscheiden stimmt?
00:15:12: Und dann aha das brauchte ich.
00:15:15: Ich brauchte Autonomie und Mitbestimmung oder sowas Genau, also deswegen bedürfnisorientierte Pädagoeik würde ich sagen da ist wirklich eins der zentralen Elemente dieses Selbstregulation.
00:15:25: ja auch bei mir als Fachkraft was spüre ich in mir welche Gefühle und was macht es mit mir wenn das Kind eben zum Beispiel so wütend ist und auch beim Kind da sein.
00:15:35: Total und ich würde immer noch hinzufügen, ich fasse mir da wirklich sehr gerne an die eigene Nase.
00:15:40: Denn wenn ich in großer Überforderung und einem hohem Stress stehe gerade und mich jemand fragt Na was brauchst du denn grade?
00:15:47: Dann führt das vielleicht auch bei mir dazu dass meine Dysregulation verstärkt wird Und meine Hilflosigkeit steigt weil ich denke naja wenn ich es wüsste dann hätte ich's ja schon gemacht.
00:15:56: Auch ich bin als erwachsene Person manchmal dankbar wenn mir jemand sagt möchtest du das oder das machen?
00:16:02: Und einfach mir Vorschläge macht, weil ich auf den Teil meines Gehirns der kreative logische Lösung erarbeiten kann eben gerade auch keinen Zugriff
00:16:10: habe.
00:16:10: Ja ja genau.
00:16:11: und was da mich zumindest noch dysregulierter macht ist wenn jemand dann sagt jetzt beruhigt dich doch mal.
00:16:21: Also
00:16:21: ne, ich beruhig mich gar nicht!
00:16:29: eher diese Anerkennung des Gefühls erst mal schon zu einer Beruhigung führt.
00:16:35: Ich hab ja im Buch Wörther Zauberstadt Sprachgewalt, die Studie angeführt Putting Feelings Into Worlds.
00:16:40: also sobald man Gefühle in Worten fasst ist das ja schon eine Form der Regulation.
00:16:45: sozusagen.
00:16:46: Wir brauchen auch immer eine Form von der Regulation wenn wir gestresst sind oder?
00:16:52: Also wenn sozusagen das Stressmaß hoch ist oder?
00:16:55: Es geht eine Disregulation immer mit Stress einher?
00:16:59: Ich würde sagen, ja.
00:17:01: Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass eine Dysregulation immer bedeutet in diesem sehr hohen Stresslevel zu fahren.
00:17:07: Es kann auch sein, dass mein System schon wieder heruntergefahren ist, aber aus einer ungesunden Perspektive heraus.
00:17:14: Also wenn ich sehr lange in diesem Sympathikuszustand gewesen bin und ganz lange in diesen powernden aktivierenden Zustand gewesen sind dann bleibt dem Nervensystem noch eine andere Möglichkeit nämlich der Freeze-Zustand.
00:17:26: Da ist häufig der Stress nicht so äußerlich sichtbar, es aber auch eine Dysregulation des Nervensystems.
00:17:32: Und auch starke Wechsel zwischen hoher Erregung und dann freeze.
00:17:35: Hoher Erregerung, freeze!
00:17:37: Das wäre in Form von Dysrägulationen.
00:17:41: Kann man bei neurodivergenten Kindern sagen, dass der Meltdown eine Art von Freeze-Zustand ist?
00:17:48: Das kann sein ja.
00:17:50: In jedem Fall ist das ein totaler Überforderungszustand des Nervensystemes Insgesamt.
00:17:58: neurodivergente Kinder haben da einfach eine andere Anforderung an ihr System, weil dieses System häufig durch Umweltbedingungen.
00:18:05: Durch die Settings in denen sie unterwegs sind sowieso schon stärker gefordert sind und häufig neurodivers Kinder sowieso so schon in ihrem Stress Toleranz Fenster etwas höher fahren als andere Kinder was dazu führt dass die auch Häufig, nicht immer.
00:18:20: Weil häufig schneller in der Überforderung sind bei großartigen Anpassungs- und Kompensationsstrategien zum großen Teil.
00:18:26: Das merkt man diesen Kindern nicht immer an.
00:18:29: aber es kann eben sein dass wenn dann ein Settingwechsel oder einen Kontextwechsel ist zb von der Kita nach Hause das da der große Maildown kommt weil das System den ganzen Tag überkompensiert hat.
00:18:39: Ja kannst du einmal noch mal das Stress Toleranzfenster erklären?
00:18:44: Zum Thema Stress.
00:18:45: genau weil viele denken ja Der gesunde Zustand von Stress bedeutet, wir sind ganz ruhig.
00:18:54: Also das Nervensystem ist ganz, ganz ruhiger.
00:18:57: aber du sagst es gibt ja auch diesen Freeze-Zustand der auch nicht gesund ist.
00:19:01: Kannste uns das Stresssystem noch mal ein bisschen erklären vielleicht anhand des Stresstoleranzfensters?
00:19:06: Ja!
00:19:06: Also das Stress-Toleranzfenster kann man sich wunderbar bildlich vorstellen.
00:19:10: In der Mitte gibt es einen Bereich, ein grüner Bereich in dem's mir genau richtig gut geht.
00:19:15: Da sind meine Körperfunktionen ausgeglichen und ist es wirklich wichtig, dass mit zu betonen meine Atemfrequenz, meine Herzfrequence, meine Muskelspannung die Hormonausschüttung also alle wirklich auch physiologischen Systeme sind relativ ausgeglichene.
00:19:29: Wenn ich mich in diesem Fenster weiter nach oben bewege, weil ein Stressor mir begegnet.
00:19:34: Dann werden diese Systeme in Richtung Aktivität verändert also Herzschlag steigt Atemfrequenz steigt Muskelspannung steigt Stresshormone werden ausgeschüttet, dann bewege ich mich etwas weiter oben.
00:19:44: Im besten Fall pendle ich irgendwann wieder zurück in meinen genau richtigen Bereich.
00:19:47: und dann gibt es noch den darunterliegenden Bereich der parasympathisch dominiert ist also von unserem Entspannungssystem und dieser Bereich ist auch wirklich wichtig.
00:19:56: Den brauchen wir um uns zu regenerieren zum Beispiel, den brauchen wir, um abends gut in den Schlaf zu finden.
00:20:02: ganz unten in diesem Bereich wäre der Freeze-Zustand Also eine Nicht-Aktivität sozusagen, eine Immobilisierung aus der es sehr schwer ist wieder nach oben in diesen grünen Bereich zu kommen.
00:20:13: Und was auch wichtig ist zu verstehen ein gesunder Zustand ist nicht eine Nullinie also die ganze Zeit entweder im total ruhigen Bereich oder auch in diesem grünen Bereich zu sein.
00:20:24: das meint es nicht.
00:20:25: gesundes Leben ist Veränderung, gesund ist es zu schwingen und zu pendeln.
00:20:30: diese Pendelbewegungen nach oben und dann wieder nach unten Und solche Stressspitzen, die wir alle im Laufe unseres Tages und Lebens erleben sind total wichtig.
00:20:41: Das ist auch wichtig zu verstehen, dass wir zwischendurch mal solche Peaks haben.
00:20:45: Es überhaupt nicht will dafür unser Körper gemacht, das wir immer wieder in solche Belastungen hineinkommen.
00:20:51: Wichtig ist nur aus diesen Belastung nach unten herauskommen und zurück in den grünen Bereich finden.
00:20:57: Wichtig ist auch, dass wir immer mal wieder Phasen unterhalb unseres grünen Bereiches erleben.
00:21:01: Also das wir immer Mal wieder auch Phasentotalere Generation und Entspannung erleben Und von da aus eben wieder in die Aktivität zurück nach oben kommen.
00:21:09: also ein gesundes Pendeln wäre schön.
00:21:12: Das Problem ist bei vielen Menschen, dass sie sehr lange in diesem roten Bereich oben unterwegs sind und sehr lange In der Aktivierung und dass die Schwierigkeiten haben ihr eigenes System wieder zurück in diesen grün Bereich pendeln zu lassen.
00:21:23: Ja genau und dieses Pendeln meint ja sozusagen Anspannung, also zum Beispiel ich denke das immer so wenn ich jetzt einen Vortrag oder so halte.
00:21:33: Dann ist es ja wert, dass ja Anspannungen und dann ist es aber wichtig da komme ich vielleicht bei einem vortrag komme ich sogar auch schon in den roten Bereich weil das ja schon eine große anspannung auch ist.
00:21:43: Und dann ist Es Aber Ja Wichtig Dass Ich Quasi Wieder mich entspannen Kann.
00:21:48: Also Die Pendelbewegung Bedeutet Ja Anspanung und Entspannungen.
00:21:51: Also Im Alltag wäre Das Auch Einkaufen Ist Für Mich Eine Deutliche Anspankung.
00:21:57: Das überfordert mich oft auch ganz schön.
00:21:59: Und dann brauche ich aber wieder dieses Zuhause hinsitzen und einen Kaffee trinken in Ruhe, um das zu entspannen.
00:22:06: Kann man es so sagen?
00:22:07: Genau, total.
00:22:08: Man könnte sogar sagen diese Pendelbewegungen sind Regulationen.
00:22:12: ich kann mich von unten nach oben in das grüne Fenster regulieren Ich kann mich vom oben nach unten regulieren und es hört sich jetzt so wunderbar technisch an So als würde man immer sofort Einfluss drauf nehmen können.
00:22:21: Das ist natürlich in der Praxis anders Ja.
00:22:23: Und ich würde aber noch hinzufügen wenn ich oben in diesem roten Bereich bin Es gibt Menschen für die das funktioniert Die dann sagen können also vor allem bei nicht allzu starker Erregung die dann sagen Könne ich muss mich jetzt mal einmal hinsetzen ein ruhen Kaffee trinken fünfmal durchatmen, dass sie darüber sich schaffen wieder zurück in diesen grünen Bereich zu kommen.
00:22:41: Wenn die Anspannung total stark und groß gewesen ist dann müssen wir uns vorstellen der ganze Körper hat sich auf einen Kampf oder eine Flucht bereit gemacht.
00:22:50: Der hat sich vorbereitet, er hat alle Muskelinnergie bereitgestellt.
00:22:54: Er hat die Durchblutung erhöht, der hat die Atemfrequenz, die Herzfrequenzen erhöht den Blutdruck erhöht der Stresshormone ausgeschüttet damit wir kämpfen oder fliehen aus diesem Zustand heraus zu sagen, ich entspann mich jetzt mal.
00:23:05: Das funktioniert für ganz viele Menschen nicht vor allem auch für Kinder häufig nicht.
00:23:09: deswegen dann so sagen beruhig dich jetzt mal setz dich doch mal still hin.
00:23:13: das wird häufig nicht funktionieren weil diese muskuläre Anspannung die da ist erstmal rausgearbeitet werden muss.
00:23:19: und dass funktioniert wirklich am besten über Bewegungen.
00:23:21: das müssen keine Marathonläufe sein also es reichen schon kleine Bewegungen aber um diese Moskelspannung einmal rauszuarbeiten, diesen Stresshormon die Chance zu geben durch den Blutkreuslauf zu fließen und darin eben verarbeitet zu werden.
00:23:36: Das ist total entscheidend damit wir nicht in dieser Stressschleife hängen bleiben weil dann setze ich mich vielleicht hin bin aber überhaupt nicht ruhig.
00:23:42: das wäre bei Erwachsenen die Situation.
00:23:44: ich setz mich hin nehme mir sofort das Handy in die Hand um mich wieder zu betäuben.
00:23:47: dass wäre bei Kindern vielleicht.
00:23:49: ich setze mich hin um jetzt zu gefallen Und muss dann aber danach sofort wieder aufspringen und durch die Gegend rennen, weil diese Stresshormone und diese Anspannung noch in mir drin steckt.
00:23:57: Deswegen nur zu sagen jetzt setz dich mal hin und beruhigt dich das wird in jedem Fall nicht dazu dass das System wieder zurück in diesen grünen Bereich kommt.
00:24:05: Das führt vielleicht zu einem sehr angepassten Verhalten Aber nicht zu einer echten Regulation.
00:24:09: Ja, also der Stress ist innerlich sozusagen immer noch da.
00:24:12: Ich stelle mir auch mal vor wie das ist mit dieses Fachkräftesagen.
00:24:16: jetzt ist Ruhezeit.
00:24:18: wir beruhigen uns alle Wir werden alle ruhig und das Kind legt sich hin Und wir denken wir haben dazu Also wir haben dafür beigetragen dass es kind Sich jetzt entspannen kann.
00:24:28: aber das innere stress maß ist vielleicht so hoch und das kind passt sich einfach nur an und Vielleicht wird das stressmaß sogar noch höher weil es eben nicht mitbestimmen darf.
00:24:39: dann denken wir vielleicht, es führt zu Regulationen.
00:24:41: Aber dabei ist sie Disregulation innerlich trotzdem noch vorhanden?
00:24:46: Das finde ich wirklich nochmal einen ganz wichtigen Punkt.
00:24:49: Ich kann mir jetzt vorstellen ... Wir wissen's ja auch, dass Fachkräfte wahrscheinlich selbst relativ viel in dem roten Bereich agieren.
00:25:00: Also ein Stressmaß in Kitas ist einfach wahnsinnig hoch.
00:25:04: D.h.,
00:25:04: diese Spitzen sind wahrscheinlich sehr viel da.
00:25:08: Könnte ich denn jetzt als Fachkraft tun, um selber eben meine Regulation im Blick zu behalten?
00:25:16: Und genau wie du gerade schon sagst ist das Handy in die Hand nehmen.
00:25:19: Was viele Menschen heutzutage machen was nicht wirklich zur Regulation führt Wie kann ich dann mit meinem Stressmaß umgehen?
00:25:26: also ich schätze mal dass es eines der vielen Themen zu denen Du bestimmt angefragt wirst wie können wir denn als Fachkräfte uns jetzt regulieren?
00:25:33: was gibt's da für Tools?
00:25:36: Das stimmt, ich werde genau zu diesem Team total viel angefragt und ich sage mal direkt im Vorfeld in so einem System das von Stress geprägt ist selbst reguliert zu sein.
00:25:44: Es ist einfach auch eine mega Herausforderung.
00:25:47: also ich habe leider auch nicht den Zauberstab der sagt mach diese drei Übungen es wird dir für immer besser gehen.
00:25:52: und gleichzeitig sind wir hier und jetzt da wo wir sind und müssen von daraus irgendwie gucken wie wir dabei selber gesund bleiben und mit den Kindern so gut es geht so gut wie möglich und vor allem nicht grenzüberschreitend umgehen.
00:26:03: Und der erste wichtige Schritt ist schon, das habe ich vorhin ganz am Anfang einmal gesagt.
00:26:07: Überhaupt erst mal selbst zu bemerken, wenn ich gestresst bin.
00:26:11: Da manchmal begegnete mir Fachkräfte die dann erzählen sie waren acht Stunden lang nicht auf Toilette haben keinen Schluck Wasser getrunken und merken dann um sechzehn Uhr Oh Gott!
00:26:18: Ich hab das die ganze Zeit total unterdrückt.
00:26:20: Das sorgt schonmal dafür dass mein Rundbedürfnisse so lange aufgeschoben worden, dass es auf jeden Fall einen inneren Stress gibt.
00:26:27: Das heißt zwischendurch immer mal wieder reinzufühlen, wie geht es denn mir eigentlich gerade?
00:26:31: Und das kann helfen, dass auch im Team zu machen.
00:26:33: Also morgens wenn wir ankommen... Wenn der Arbeitstag anfängt alle schon unterschiedliche Phasen hinter uns.
00:26:39: die eine Person kommt vielleicht noch total müde gerade aus dem Bett in die Einrichtung und die andere Person hat schon einen enormen Irregulationsaufwand zu Hause betrieben weil sie vielleicht andere Menschen versorgt hat vielleicht aber auch weil der Verkehr super stressig gewesen ist.
00:26:52: oder also in welchem Zustand komme ich heute gerade?
00:26:56: und dann so häufig wie möglich im Laufe des Tages immer wieder selbst einzuchecken bei mir.
00:27:01: Wie ist es jetzt?
00:27:02: Damit ich dann im besten Fall eben gegensteuern kann, also es muss möglich sein den Grundbedürfnissen wie mal ein Schluck Wasser trinken oder mal auf Toilette gehen nachzugehen Und das sind immer so Momente wo ich das zur Gewohnheit machen würde reinzufühlen und zu gucken wie geht's mir gerade?
00:27:16: was braucht es gerade?
00:27:17: Ist der Lautstärkepegel zu hoch für mich?
00:27:19: Dann ist es in den allermeisten Fällen nämlich auch für die Kinder.
00:27:23: Also es ist ganz interessant, wenn ich in meinen Fortbildungen mit Fachkräften zusammen er arbeite.
00:27:27: Was sind eigentlich die Situationen wo sich besonders viele Kinder aus unserer Sicht gestresst fühlen oder wo wir bei besonders vielen Kindern Anzeichen von Dysregulation erkennen?
00:27:36: Und dann schauen wir was sind eigentlich diese Situationen, in denen sich besonders viel Fachkräfte gestreszt fühlen?
00:27:41: und häufig sind diese Situation deckungsgleich.
00:27:44: also es sind häufig genau die gleichen Situation wie beide Parteien unter Stress setzen.
00:27:48: Und wenn ich das schon mal weiß, dann kann ich einmal vielleicht an der Situation an sich schon mal was verändern.
00:27:54: Zum Beispiel dass ich den Ablauf irgendwie anders strukturiere und eventuell an meiner Haltung zur Situation.
00:27:58: Weil wenn ich weiß, das sind per se schonmal Situationen in denen mein System hochfährt Dann kann ich vielleicht währenddessen nochmal ein bisschen eher darauf achten Ja jetzt weiß ich, dass ich so gestresst bin, dann ist es wahrscheinlicher, dass er zum Beispiel sehr direktive Anweisungen dem Kindern gebe Wenn ich das vorher schon weiß, Und dann würde ich wirklich jeden Moment, der mit zur Verfügung steht, wo ich mal einmal durchatmen kann den bewusst zu nutzen.
00:28:26: Ich sage das nicht um jemandem zu sagen was er zu tun oder zu lassen hat.
00:28:29: für manche Menschen kann das funktionieren.
00:28:31: Für manchen Menschen wirkt es regulierend.
00:28:33: Einmal mit einer guten Freundin dem Partner wem auch immer Kontakt aufzunehmen um sich darüber zu regulieren viele Nervensysteme nicht da wäre ein Spaziergang in der Mittagspause sehr viel günstiger und da wirklich bewusst mit zu sein.
00:28:45: Weil ich finde, das ist schon krass wenn man als Fachkraft sagt Ich bin acht Stunden bei der Arbeit und kann die ganze Zeit über nicht bei mir sein Und muss mein Stress eigentlich total wegschieben und fang dann erst um sechzehnundreißig an wirklich mich um mich selber zu kümmern.
00:28:59: Das sind einfach acht Stunden Lebenszeit Die man nicht auf diesem dauerhaft erhöhten Stressfenster erleben sollte.
00:29:05: Ja und wir wissen ja auch dass so erhöhte Stressmaße Menschen wirklich negative Auswirkungen haben.
00:29:15: also wir wissen ja auch das eben die berufsgruppe der pädagogischen Fachkräfte viel mehr von psychischen Belastung betroffen ist als andere Berufsgruppen und es hängt ja damit wahrscheinlich auch zusammen.
00:29:28: Wie ist das jetzt?
00:29:29: Also welche Auswirkungen haben denn so Stress-Erfahrungen, vielleicht auch frühe Stresserfahrungen bei Kindern zum Beispiel.
00:29:37: Was ja bei mir häufig Thema ist wenn jetzt Eingewöhnungen relativ zackig vollzogen werden und wenig die Bedürfnisse der Kinder mit einbezogen dann können ja Kinder auch in eine starke Überforderung kommen und so eine Disregulation, wenn noch keine Bindungssicherheit da ist usw.. Was können denn solche starken anhaltenden Stresserfahrungen für Auswirkungen haben?
00:30:02: Also es gibt sehr, sehr weitreichende Auswirkung.
00:30:04: Sehr weitreichend eine negative Auswirkkung muss man sagen.
00:30:07: und um das einmal vorwegzuschieben, Stress ist nicht per se negativ.
00:30:12: Ich spreche wenn ich jetzt die Auswirkungsaufzähle dann spreche ich von sehr intensiven immer wiederkehrenden oder lang anhaltenden Presssituationen.
00:30:22: Und da wissen wir, gibt viele verschiedene Bereiche der gesamten Gesundheit.
00:30:25: Vier davon sind besonders gut untersucht und das ist zum Beispiel starke Auswirkungen auf die Fähigkeit des Immunsystems hat, Viren und Bakterien abzuwehren.
00:30:34: Das kennen wir auch vielleicht von uns selber dass das Immun System in Stress-Situation erstmal viel aktiver ist und häufig besser arbeitet.
00:30:42: Und krank werden wir erst dann wenn der Urlaub anfängt!
00:30:45: Wenn das System dann zur Ruhe kommt, dann die Immune hochfährt um diese Krankheitserreger zu bekämpfen und auf eine ganz lange Sicht auf eine dauerhafte Sicht betrachtet führt es langfristig dazu dass das Immunsystem weniger gut in der Lage ist erreger abzuwehren.
00:30:59: Und das sind teilweise Auswirkungen die sich zum Teil erst im erwachsenen Alter zeigen wo die Stressoren aber eben schon ganz früh in der frühen Kindheit dar gewesen sind.
00:31:08: Allergien und Unverträglichkeiten wäre auch so ein Beispiel, die sich deutlich häufiger zeigen bei Kindern, die in den ersten Lebensjahren extrem stressoren ausgesetzt gewesen sind.
00:31:16: Das bedeutet auch im Unkurschluss nicht dass alle Kinder, die Allergie und Unverträglichkeit haben früher mal extrem Stress ausgesetzt gewesen sind.
00:31:24: So herum stimmt es nicht aber andersherum steigt eben das Risiko für diese Dinge.
00:31:29: Dann das zweite ist bestimmte Systeme im Gehirn.
00:31:32: Und auch das ist wieder interessant, weil es vor allem Gehirnsysteme sind die in Mitleidenschaft gezogen werden, die für Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und die Neubildung von Nervenzellen zuständig sind.
00:31:43: Also das kann sein dass wir dann eben eine doppelte Belastung haben, dass das System per se schon unter Stress steht wo wir schlechteren Zugriff auf Selbstregulationskompetenzen haben und dadurch sich Strukturen im Gehirn schon verändert haben doppelt negativ beeinflusst.
00:31:56: Dann wissen wir, dass das Risiko steigt für zum Beispiel Bluchtrufdruck, für Stoffwechselerkrankungen wie insoliden Empfindlichkeiten oder Resistenzen für Übergewicht erwachsenen Alter Und auch das ist mittlerweile total gut logisch erklärbar, weil das System was unter Hochstress ist hoch kalorische Nahrung bevorzugt.
00:32:13: Weil wir das besser einlagern können also unter Stress muss mein Körper davon ausgehen dass meine Grundbedürfnisse nicht genügend erfüllt werden können.
00:32:20: Das sind ja so ganz alte evolutionäre Reaktionen die da in uns noch funktionieren und die sorgen eben dafür dass unser ganzes System eher sich jetzt in der akuten Stresssituation sichern will.
00:32:31: Und da wäre es früher immer klug gewesen, so viel Kalorien wie möglich aufzunehmen und die möglichst gut einzulagern damit ich möglichst lange davon zähren kann.
00:32:40: Der vierte Bereich ist die psychosoziale Gesundheit.
00:32:42: auch das wissen wir heute relativ genau dass frühe Stresserlebnisse total extreme Auswirkungen auf die eigene Gesundheit haben.
00:32:49: Es gibt viel häufiger Angst- und Essstörungen zum Beispiel Gewalt gegen sich selbst und oder andere unter allgemein verringerte Lebenszufriedenheit.
00:32:58: Also die ACE-Studie hat das sehr gut herausgearbeitet, at worst Childhood Experiences.
00:33:03: Und sie hat eben auch herausgestellt, dass je mehr potenzielle Stressoren es in der frühen Kindheit war, desto höher ist das Risiko.
00:33:11: Es ist wirklich so ein parallele Zusammenhang sozusagen.
00:33:14: Und gegenüber Stress ist ja ein Schutz... Was uns schützt, ist die mittlerweile albekannte Resilienz.
00:33:24: Kann man auch sagen, dass sozusagen Regulationsfähigkeit mit Resilienz einhergeht?
00:33:31: Auf jeden Fall.
00:33:32: Also sich selbst regulieren können ist ein totaler Resilientfaktor und wenn ich – also Resilience ist eigentlich ja ein sehr großes Konstrukt – je mehr Ressourcen ich zur Verfügung habe desto besser wird auch meine Selbstregulationskompetenz sein.
00:33:46: Also wenn ich früh gelernt habe, dass ich auf mich alleine gestellt bin und alles alleine lösen muss.
00:33:51: Dann wird meine Selbstregulationskompetenz darunter leiden und auch meine Resilienz sehr wahrscheinlich zumindest ja.
00:33:58: Okay also kann man schon auch sagen das Thema beschäftigt mich immer wieder.
00:34:03: zum Beispiel wenn jetzt ein Kind eingewöhnt wird dann ist das ja schon auch was, was für viele Stress bedeutet.
00:34:10: Also für das Kind selbst und die begleitenden Eltern usw.
00:34:13: Und Kinder werden ja häufig krank in genau dieser Zeit.
00:34:19: Kann man ja schon die These aufstellen?
00:34:21: Das hat zwar vielleicht mit den Viren zu tun, mit denen das Kind noch nicht in Kontakt gekommen ist aber vor allen Dingen wahrscheinlich auch weil es einfach so eine Stresserfahrung ist oder?
00:34:32: Also ich kenne keine Studien dazu und würde sagen, auf jeden Fall sind das für mich beides Sachen die sich sehr bedingen.
00:34:38: Also einmal der Kontakt mit neuen Viren, die für den Körper noch nicht bekannt sind und dann unter Umständen eben auch ein Immunsystem, dass durch diesen Umbruch diesen Stress belastet ist.
00:34:48: ja Und da sehen wir in der Praxis auch häufig, dass die Kinder dann alle Viren erstmal mitnehmen und das dann aber dazu führt, dass sie auch lange der Kita fern bleiben Und dann kommen sie wieder.
00:34:58: Das bedeutet, Widerstress für das System sich anzupassen.
00:35:01: Das dauert häufig Wochen und Monate bis man da einen stabilen Grund drin hat.
00:35:06: Was auch nicht heißen soll, dass Eingewöhnungen per se und für alle immer negative Auswirkungen haben überhaupt nicht.
00:35:11: Es kommt sehr auf das Individu-Mann, auf das Kind an.
00:35:15: Wir können sagen, die Zeit der Eingawöhnung per se eine potentiell belastende oder potenziell stressende Zeit ist, das bedeutet aber nicht, dass es bei jedem einzelnen Kind Stress auslöst.
00:35:26: Stress ist ja immer ein Abwägen von Stressoren und Ressourcen sozusagen, ob das dann am Ende Eustress oder Distress ist.
00:35:31: Also, ob ich damit gut umgehen kann oder ob es mich potenziell schädigen kann.
00:35:36: Und wenn ich super viele Ressoursen auf der anderen Seite habe, also sichere Bindungen zu Hause, liebendes, nährendes Umfeld und super Bezugspersonen und irgendwie günstige Umgebungsbedingungen auch in der Einrichtung, dann kann das durchaus sein dass das eine Transition ist die ich als stärkendes Erlebnis mitnehme in meine Biografie.
00:35:53: Total wichtig.
00:35:54: Ich muss gerade auch an Kinder denken, die zum Beispiel ganz viel mit Verstopfung zu tun haben oder mit Bauchschmerzen und so was.
00:36:06: Das ist noch nicht überall bekannt, dass das eben auch Stresszeichen sein können.
00:36:13: Weil du meintest, dass Stress Einfluss auf den Magen-Darm-Takt hat?
00:36:18: Siehst du da einen Zusammenhang?
00:36:20: Kann auf jeden Fall sein, ja.
00:36:22: Also das kennen wir von Erwachsenen auch.
00:36:24: Das ist egal in welche Richtung, dass es in jedem Fall Auswirkungen auf den Magen da im Trakt hat.
00:36:29: Unser Mikrobiom ist ein total sensibler Sensor für Stress und reagiert darauf sofort.
00:36:34: Das wissen wir heute auch, dass diese Darmhirnachse einen total sensibles Konstrukt ist was auf inneren und äußeren Stress total sensible reagiert.
00:36:47: Wollen wir das mal jetzt zusammenbringen, sozusagen die Regulation der Fachkräfte und die Regulation der Kinder?
00:36:56: Es gibt ja diesen Spruch selbst... also den nutzen wir auch ganz viel in unseren Ausbildungen.
00:37:02: Selbstregulation vor Co-Regulation!
00:37:06: Was ist denn damit gemeint?
00:37:08: Also was heißt das für dich.
00:37:11: Ich schaue mir das noch mal an aus der Perspektive von, was passiert eigentlich bei Stress in beiden Parteien und ich glaube es ist wichtig, dass noch einmal so runter zu brechen.
00:37:19: Denn wenn ich mir jetzt vorstelle die erwachsene Person steht unter Stress dann zeigt diese erwachssene Person Stressreaktion.
00:37:26: Das sind teilweise überhaupt nicht sichtbare Stressreakzionen also dass sie neben ihren Rinden Stressformone ausschütten das sehe ich von außen nicht.
00:37:32: aber es gibt eben auch sichtbarere Stressrektionen Wie die Mimik verändert sich vielleicht?
00:37:37: Das können nur so Mini-Bisschen Veränderungen sein im Gesicht.
00:37:42: Meine Körperhaltung verändert sich, meine Stimmlage verändert sich.
00:37:45: D.h.,
00:37:45: unter Stress äußere ich diesen Stress, ob ich das will oder nicht nach außen.
00:37:50: und wenn dieses Kind jetzt auch gestresst ist oder aus einem Grund dysreguliert ist dieser erwachsenen Person gegenübersteht, die gestreszt ist dann senden beide sich gegenseitig Stresssignale aus die Erfüllung seiner Grundbedürfnisse
00:38:06: total
00:38:07: extrem von dieser Fachkraft abhängt, also das Grund Bedürfnis nach Versorgung, nach Nähe, nach Geborgenheit und Nachschutz.
00:38:14: Wenn diese Fachkraft jetzt unter Strom steht, unter Stress steht, dann muss das Kind davon ausgehen dass der Erfüllen seiner Grundgedürfnissen in Gefahr ist Und es kann dazu führen, dass das Kind eben selbst sein Nervensystem aktiviert oder es schon aktiviert und es fährt noch stärker hoch.
00:38:28: Das kann echt zu einer ungünstigen Negativspirale führen Dass sich beide in ihrem Stress nur verstärken.
00:38:34: Deswegen Selbstregulation vor Co-Regulation, also bevor ich in einen guten Kontakt mit dem Kind zu gehen muss ich versuchen mich selbst zu regulieren.
00:38:44: Um im besten Falle eben nicht diese starken Stressreaktion laute, schrille Stimme, schnelle Sprechgeschwindigkeit.
00:38:50: Angespannte Körperhaltung, angespannte Gesichtsmuskulatur um die Augen herum und den Mund herum, vielleicht auch angespannte oder farige Bewegungen.
00:38:58: Viel zu schnelle, farige Bewegungen passiert sofort wenn man unter Strom steht.
00:39:02: Und das spüren die Kinder so fort!
00:39:05: Und vor allem sensible Kinder achten auf diese verkörpertem Anzeichen viel stärker als auf das gesprochene Wort.
00:39:12: Also dann kann ich noch so häufig sagen, es ist doch alles gut.
00:39:15: Wir setzen uns das erst mal hin.
00:39:16: Wenn mein Körper das Gegenteil ausdrückt, wird das Kind sehr viel eher auf diese verkörperten Ausdrücke
00:39:21: reagieren.".
00:39:22: Und wie mache ich das jetzt?
00:39:24: Also wenn ich jetzt eine Situation habe die mich eh auch schon stresst... also sagen wir mal, wir können ja wieder bei dem Kind sein was eben wütend wird und das von vorhin wieder aufgreifen und sagen, oh das ist so ein wütendes Kind was vielleicht mit den Fäusten anfängt zu hauen weil es sich eben selber nicht stoppen kann.
00:39:45: Und das löst bei mir einen unglaublichen Stress aus.
00:39:49: Warum auch immer?
00:39:50: Wegen äußeren Stressoren, wegen biografischen Glaubenssätzen... Was auch immer bin ich jetzt total gestresst!
00:39:58: Kannst du das mal einmal erklären?
00:40:00: was mache ich denn dann genau?
00:40:01: also was könnte ich dann machen?
00:40:03: wie könnte ich mich selber regulieren und wie könnte sich dann das Kind regulieren in dem Moment?
00:40:08: Also es ist immer sehr schwer so hypothetische Situationen zu analysieren.
00:40:13: Ich will das gerne versuchen, aber es kommt natürlich immer total drauf an.
00:40:16: Welches Kind ist da vor mir?
00:40:17: Welche erwachsene Person ist da von mir?
00:40:20: Wie ist die Gesamtsituation denn?
00:40:22: es gibt so Situationen wo ich sagen würde wenn beide sich schon total hoch geschaukelt haben in ihrem Stress und die Erwachsene Personen merkt ich komme gar nicht mehr raus dann ist sie auch nicht mehr die richtige Person das Kind zu begleiten.
00:40:34: Das sind dann, gehen wir in so strukturelle oder auch so Insultimprozesse.
00:40:39: Wo es wichtig ist dass es gute Absprachen darüber gibt wie sprechen wir uns an wer kann übernehmen weil dann vielleicht wirklich dieser eine Person nicht mehr die richtig ist und das hat nichts damit zu tun dass sie nicht kompetent genug ist oder nicht professionell genug ist sondern es ist im Gegenteil hoch professionell dann abzugeben und dann zu sagen ich brauche mal Hilfe Wenn es so schlimm noch nicht ist und ich merke, mir steigt der Stress.
00:41:01: Ich will gerne versuchen dieses Kinn zu begleiten.
00:41:03: Dann versuche ich, das funktioniert für mich am allerbesten erst mal bei meinem Körper zu sein.
00:41:08: Weil dann merk' ich in den allermeisten Fällen schon meine Atmung wird schneller, mir wird's leicht heiß oder ich krieg schwitzige Hände oder... Für mich funktioniert Atmen super, zweimal dreimal tiefer ausatmen als einatmen oder auch mal aus Seufzen zum Beispiel.
00:41:21: Funktioniert auch super.
00:41:23: unser Nervensystem funktioniert zum allergrößten Teil autonom.
00:41:28: also deswegen heißt das autonomes Nerven System funktioniert vollautomatisch Aber es gibt so einzelne Stellschrauben, auf die man Einfluss nehmen kann.
00:41:35: Die Atmung ist eine davon.
00:41:37: Also ich kann meine Herzschlag, meine Herzfrequenz oder meinen Blutdruck oder meine Nebenjähren rinden von außen nicht beeinflussen aber meiner Atmungen kann nicht beeinflussen und die wiederum beeinflußt dann auch alles andere.
00:41:48: also wenn ich tiefer länger ausatme zum Beispiel, dann verringert das auch meine Herz-Frequenz, dann senkt das den Blut druck ganz leicht Dann nimmt es häufig schon mal ein bisschen Körperspannung raus.
00:41:59: Das heißt dass wäre für mich der erste Zugang.
00:42:01: Es kann sein, dass ich dafür die Situation einmal unterbrechen muss.
00:42:06: Dass ich mich kurz umdrehe, zweimal auf dem Boden stampfe oder ausatme und mich an der Situation wieder widmet.
00:42:12: Und du hattest eben gesagt das Kind hat vielleicht schon die Fäuste geballt?
00:42:15: Das will auch noch mal dazu sagen.
00:42:16: natürlich sobald ein anderes Kind in Gefahr ist, muss sich sofort dazwischen gehen.
00:42:21: Dann kann es auch sein, meine Selbstregulation diese paar Momente warten muss wenn ich anderes Kind schützen muss.
00:42:27: Das ist für mich ein ziemlich wichtigen Punkt, quasi erst mal zu spüren.
00:42:31: Dass ich so überfordert bin?
00:42:34: Also dass ich jetzt gerade dysreguliert bin ... Ich finde das ja schon ein ganz schwieriger Punkt, weil ich selber mehr eingestehen muss, dass ich grade das nicht schaffen kann und dass das keine Schwäche ist.
00:42:50: Manchmal schaffe ich es dann wahrscheinlich nicht mal mir Hilfe zu holen!
00:42:55: Ich hatte das auch einmal in einer Einrichtung, als ich dort zur Evaluation war.
00:42:59: Das eine total überfordernde Situation.
00:43:02: Es war von vornherein klar, dass die eigentlich nicht stemmbar ist für eine Fachkraft.
00:43:06: aber das Motto war durchziehen und die Fachkraft wurde immer gestresster, immer gestrester und dann passieren... automatisch logischerweise verletzende Verhaltensweisen, also das ist ja nicht mehr zu unterwinden.
00:43:19: Und dann ist es ja super wichtig dass ich dann stoppen kann innerlich und sagen kann okay das kann ich und mein Nervensystem nicht schaffen.
00:43:29: Das heißt ich brauche Unterstützung oder auch oder nee ich brauch erstmal die Anerkennung.
00:43:36: in Ordnung ist, dass ich das jetzt nicht schaffe.
00:43:38: Ich bin dann mit der Fachkraft im Gespräch gewesen und das war so charm besetzt!
00:43:43: Also es konnten wir gar nicht mal thematisieren so richtig weil es so charm gesetzt war, dass das eben nicht machbar war und das eigentlich Hilfe gebraucht worden wäre und das erstmal anzuerkennen.
00:43:53: Und ich würde dich gerne fragen was sagen denn so Teams?
00:43:57: Was machen sie damit also?
00:43:58: wie gehen die da aufeinander zu?
00:44:01: Wie helfen Sie einander?
00:44:02: da hast du da ein paar so Tools.
00:44:04: Also Teams gehen da sehr unterschiedlich mit um.
00:44:06: Es gibt Teams die besprechen Code-Wörter, die sie sich zuwerfen können.
00:44:10: Das passiert also in meiner Erfahrung häufig in offenen Konzepten, die vielleicht auch räumlich voneinander getrennt sind, dass sie das Wort natürlich im besten Fall eben nicht der Name des Kindes oder ich bin überfordert oder oder oder sondern dieses Code wird soll eben dafür stehen Ich brauche Hilfe und das soll ein Wort sein was ich auch über den Flur rufen kann so dass es im Nachbarraum vielleicht jemand hört Es gibt Teams, die kommen mit diesem Codewort nicht so klar.
00:44:34: Die machen das unter sich aus.
00:44:36: Das setzt aber schon eine gute Fehlerkultur voraus, dass ich meinen Kollegen ansprechen darf und was für mich immer dazugehört ist solche Situationen so schnell wie möglich auch nachzubesprechen also so schnell als möglich in Dienstbesprechungen etc.
00:44:49: zum Thema machen damit eben solche Situatione wie eine Fachkraft will am liebsten im Erdboden versinken weil ihr das so unangenehm ist, dass sie diese Situation in Anführungszeichen nicht geschafft hat Dass solche Situationen eben nicht passieren, sondern dass es dann einen breiten Konsens darüber gibt.
00:45:04: Dass diese Situation auftreten jeder Fachkraft wirklich jeder und das ist eben hochprofessionelles in solchen Situationen abzugeben oder auch einzugreifen und zu sagen du komm ich übernehme mal geh du mal raus.
00:45:16: ja ich bin so ein bisschen immer wieder überlegen wie das so ist mit so Kotwörtern weil ich finde es eigentlich sogar wenn wir jetzt im Sinne der Bedürfnis orientierung wieder gucken Wenn ich es eigentlich ziemlich als Vorbilder ziemlich gut, wenn Fachkräfte auch sagen können.
00:45:33: Ich bin jetzt überfordert, ich brauche Hilfe.
00:45:37: Also weil dann sind wir natürlich auch Vorbildern für die Kinder in solchen Überforderungssituationen und wenn sie dann eben nicht nur.
00:45:45: Keine Ahnung Regenbogen rufen das kriegen die Kinder ja dann raus oder die fragen sich dann eher was ist denn das?
00:45:50: sondern der anderen Person sagen können, ich brauche Hilfe.
00:45:54: Ich bin
00:45:54: überfordert.".
00:45:55: Ich glaube das ist total wichtig dass die Kinder das auch sehen, dass wir keine Übermenschen sind und wie wir uns dann Hilfe holen
00:46:04: Das würde ich unterschreiben und unterstreichen wahrscheinlich auch.
00:46:07: Und dazu sagen, also ich glaube total toll wäre das wenn das irgendwann funktionieren würde.
00:46:13: für mich wäre so ein Code Word der Zwischenschritt weil vielleicht ist das erstmal das was noch am ehesten funktioniert weil das andere schon zu viel Verletzlichkeit und Offenheit voraussetzt dass es ja echten Also schon eine große Kompetenz das Sagen zu können war.
00:46:29: Ich glaube ich bin gerade überfordert ich glaube ich schaffte es gerade nicht Und gleichzeitig ist es, da gebe ich dir total recht einen so wunderbaren Lernmoment auch für Kinder.
00:46:38: Das versuche ich auch immer mit reinzubringen wenn... Ich an mir selber merke dass ich zum Beispiel total angespannt bin weil gestresst, weil gleich die große Ausflugsituation zum Beispiel startet oder oder oder.
00:46:50: Wenn ich das an mir merke dann wäre es total gut zu sagen, ich merke, ich bin total gestresst.
00:46:55: Ich glaube, ich muss mal einmal ausschütteln.
00:46:57: Einmal meine oder zwei Ampelmänner machen oder oder oder weil.
00:47:00: dann einmal lernen am Modell und dann erweitert sich das Regulationsreparateur des Kindes sozusagen auch sofort mit.
00:47:07: Weil es merkt, wenn man so angespannt ist, dann ist das scheinbar eine Möglichkeit das zu machen.
00:47:11: Das natürlich viel günstiger der Lerneffekt als zu lernen.
00:47:14: Ich merke das ja so oder so dass diese Person total gestressed ist und ihre Strategie damit umzugehen ist schlechte Laune zu kriegen oder zu meckern oder oder.
00:47:22: Ja, ich muss auch an eine Fachkraft denken.
00:47:24: Die hat mir mal erzählt ... Da hat sie dann irgendwann an einem Tag quasi so gestresst, dass sie das Fenster aufgemacht hat und rausgeschrien hat.
00:47:32: Und dann waren die Kinder so hoch?
00:47:34: Was macht sie denn jetzt so?
00:47:35: Dann hat sie das erklärt ja!
00:47:36: Ich war grad irgendwie so gestressed und wütend... Und dann hab ich die Luft angeschrien oder so.
00:47:44: Und ein Tag später machte er ein Kind das Fenste auf und schrie raus und sagte, jetzt habe ich die Lüft angeschrieben.
00:47:53: Also
00:47:53: es ist echt
00:47:54: nicht super, wenn man da so ein Vorbild ist.
00:47:58: Aber genau und das braucht natürlich sehr viel Kontakt mit sich selbst.
00:48:03: Selbstregulation ist glaube ich auch ein ständiges Lernfeld für uns Erwachsenen und für uns als Fachkräfte.
00:48:10: Das ist wirklich von jetzt auf gleich funktioniert weil das Gehirn das ja auch lernen muss.
00:48:17: dann Genau, Fehlerfreundlichkeit ist da auf jeden Fall das A und O. Und ich glaube es geht nicht darum perfekt zu sein und jedes Mal... Perfekt ne?
00:48:27: Das sagen wir auch immer wieder!
00:48:28: Es geht nicht um Perfektion und jedes mal immer perfekt reguliert zu sein.
00:48:33: aber zumindest das zu üben und neue Strategien auszuprobieren ist glaube ich wirklich wirklich wichtig
00:48:39: Absolut und es ist auch für Fachkräfte, auch für alle anderen Erwachsenen eine Lebensaufgabe das zu lernen.
00:48:45: Ich glaube auch wie in so vielen anderen Sachen fängt es bei mir selber an.
00:48:49: Es gibt ein schönes Zitat von Thomas Harms Um den Anderen zu spüren musst du dich selbst spülen Und ich glaube dass es wirklich ne Voraussetzung dafür um dann in einen guten Beziehungskontakt zu gehen um gut korrigulieren zu können.
00:49:00: Dafür muss sich erstmal Spüren in welchem Zustand ich selber gerade bin.
00:49:04: Ja ich mag jetzt zum Abschluss ganz kurz nochmal dass wir das nicht vergessen auf das Thema Disregulation von neurodivergenten Kindern zu sprechen kommen.
00:49:15: Die Kinder am neurodiversgenten Spektrum sind ja wirklich eher von Disregulation, also bedroht wollte ich gerade sagen!
00:49:23: Also die erleben viel schneller Disregolation.
00:49:28: Hast du da noch Tipps zum Ende?
00:49:31: Was ist da vielleicht zur Co-Regulation noch wichtig zu sagen?
00:49:36: im Ja, also im Gegensatz zu ich sag jetzt mal neurotypischen Kindern.
00:49:40: Also einmal ist es mir total wichtig das mache ich auch immer in meinen Fortbildungen eigentlich dass wir unser Auge darin Schulen Disregulationen zu erkennen.
00:49:49: Das ist gar nicht so leicht und darin müssen aber besser werden um dem dann besser auch entgegenwirken zu können.
00:49:54: Also sich wirklich egal ob da Kinder mit Diagnose oder ohne Diagnos unterwegs sind sich alle Kinder anzugucken, im Hinblick auf Regulation und Dysregulation.
00:50:05: Denn es gibt Kinder die fallen Fachkräften dann sofort ein weil sie besonders auffällig sind in ihrem Verhalten.
00:50:11: Es gibt auch die Kinder, die eher zu dem Regulationsverhalten Rückzug neigen zum Beispiel, die dann völlig durchs Raster fallen, weil sie einfach nicht so auffälich sind in ihren Verhalten.
00:50:20: also das wäre das erste wo ich sagen würde erst mal müssen wir uns darin üben dysregulationen zu erkennen am besten schon bevor das Kind so völlig dysreguliert ist.
00:50:29: Ich nenne es also Regulationsversuche, dass wir Regulations- versuche erkennen weil das in der Regel auch Frühwahnzeichen sind die passieren in der regel kurz bevor das kind in die Dysregulation rutscht.
00:50:41: und wenn ich das besser erkenne dann kann ich in dem Moment auch schon besser gegensteuern oder eben regulierende Strategien anbieten.
00:50:48: Genau, und sowohl bei Neurodivergenten als auch bei neurotypischen Kindern habe ich sehr gute Erfahrungen mit regulierenden Sinnes-Erfahrungen gemacht.
00:50:56: Also taktile Erfahrungen anzubieten, Gleichgewichtserfahrungen pro Prozeptive visuelle akustischer also alles was mit den Sinnen arbeitet.
00:51:05: Das ist sehr individuell, wie die Kinder auf welchem Sinneskanal reagieren.
00:51:10: Aber es gibt eine supergroße Vielfalt an Materialien aber auch an Tätigkeiten, die ich anbieten kann, die regulierend wirken können.
00:51:18: Bei dem einen Kind das sehr sensibel auf akustische Reize und visuelle Reize zum Beispiel reagiert.
00:51:22: Das kann der Rückzug sein in ein abgedunkelten reizamen Raum oder eine Ecke.
00:51:26: Das sage ich immer dazu.
00:51:27: Es hat nicht jeder Kita den Luxus, dass man ganzen Raum dafür zur Verfügung stellen kann Aber man kann durchaus Ecken des Raumes oder Höhlen oder abdunkeln, im besten Fall akustische Reize minimieren.
00:51:39: Und so weiter.
00:51:39: Dann gibt es Kinder, die brauchen starke taktile Reize um sich zu regulieren.
00:51:44: Die brauchen das, dass sie sich und ihren Körper ihre Körpergrenzen spüren.
00:51:48: für die wäre was anderes sinnvoll?
00:51:49: Die brauchen Kontakt mit Material zum Beispiel oder mit anderen Menschen, um ihren Körper wiederzufühlen.
00:51:56: also das hängt sehr von der Art und Weise der Disregulation ab und von der Artenweise des Kindes.
00:52:02: Ja, also total spannend.
00:52:04: Ich find das gut, dass du das noch mal gesagt hast.
00:52:06: Es geht eigentlich darum sich auch zu Schulen insgesamt Dysregulationen zu erkennen Weil es gibt so viele Kinder die das auch maskieren Also die dann wirklich alles tun Dass sie irgendwie durch den Tag kommen und sich der ganze Körper angespannt ist um das Ganze irgendwie durchzustehen.
00:52:23: Und ernst danach wird eigentlich sichtbar wie dysreguliert Sie eigentlich sind.
00:52:28: Also dass wir da wirklich ein waches Auge bekommen, besonders für die Kinder, die eben nicht so deutlich und laut ihre Dysregulation zeigen.
00:52:38: Alle, die das interessiert, neurodivergente Kinder.
00:52:41: Wir haben in unserem Shop den Vortrag von Andrea Tures zum Thema Neurodiversität, NeuroDivergence.
00:52:49: Da geht es auch um diese taktilen Regulationsstrategien also um die sensorischen Regulation Strategien.
00:52:55: Das kann ich wirklich nur empfehlen dem Vortag und...
00:52:59: Ich auch!
00:53:00: Also
00:53:02: das ist richtig super.
00:53:05: Ich könnte ehrlich gesagt noch ziemlich lang mit dir sprechen, Inicke.
00:53:08: Ich hätte eigentlich noch weitere Fragen aber wir sind schon ziemlich weit fortgeschritten in der Zeit und ich glaube einfach wenn die Menschen Interesse haben da weiter sich mit dir zu verbinden und vielleicht dich zur Fortbildung einzuladen oder so wo können sie das denn tun?
00:53:26: Sie findet mich auf meiner Website oder auf Instagram.
00:53:30: Und im Juni erscheint mein Buch zum Thema Selbst- und Korregulation, da gibt es dann ganz viele Informationen auch noch mal so in ganz schön aufgeschrieben mit vielen Grafiken die das ein bisschen verständlicher machen.
00:53:40: Da könnte ich mir vorstellen findet die eine oder der andere auch noch ein paar interessante Infos
00:53:44: Genau!
00:53:45: Das war nämlich auch der ausschlaggebende Grund warum ich dich hier eingeladen habe weil ich mich sehr auf dieses Buch freue auf jeden Fall Und ich bedanke mich ganz recht herzlich, dass du da
00:53:57: warst.
00:53:58: Ja vielen Dank für die Einladung!
00:53:59: Ich komme gerne wieder leer.
00:54:00: Es war sehr schön mit dir.
00:54:01: Ich würde
00:54:01: mich auch freuen.
00:54:02: Mach's gut, tschüss!
00:54:08: Bis
00:54:16: dann!
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