#121 - Gewalt in der Eingewöhnung reflektieren
Shownotes
Eingewöhnung tut manchmal weh – das stimmt. Aber wann wird aus Schmerz eine Verletzung? Und wann ist das, was in einer Krippe passiert, eigentlich ein Fall für den Kinderschutz? In dieser Folge erzähle ich von einem konkreten Fall aus meiner Praxis, bei dem wir ein Kinderschutzverfahren einleiten mussten – und erkläre, warum emotionale Vernachlässigung in Eingewöhnungen noch viel zu selten als das erkannt wird, was sie ist.
Außerdem beantworte ich zwei Nachrichten aus der Community: Eine Mutter beobachtet in der laufenden Eingewöhnung verletzende Verhaltensweisen einer Erzieherin – Sprachgewalt, Fixieren, emotionale Erpressung. Ist das schon Gewalt? Und was kann sie tun? Eine Fachkraft weiß, dass manche Kinder einfach zu lange in der Kita sind – aber die Eltern können nicht früher kommen. Wie geht man damit um, ohne die Beziehung zu den Eltern zu beschädigen?
Und zum Schluss räume ich mit einem Missverständnis auf: Nein, Eingewöhnung muss nicht tränenfrei sein. Aber Weinen ist nicht gleich Weinen.
🎓 Der große BoP-Onlinekurs https://www.bo-paedagogik.de/der-bop-kurs
🎤 Vortrag: „Bindungsorientierte, partizipative Eingewöhnung“ mit Dr. Marjan Alemzadeh https://www.bo-paedagogik.de/programm2026/vortrag-bindungsorientierte-eingewoehnung
📩 Kontakt zu Lea Wedewardt
E-Mail: kontakt@beduerfnisorientierte-paedagogik.de Website: https://lea.wedewardt.de/
📚 Infos zur Pädiko Akademie Weiterbildungen zum Thema Eingewöhnung: https://paediko-akademie.de/eingewoehnung
Kostenlos Weiterbildungsunterlagen bestellen: https://paediko-akademie.de/unterlagen
📩 Kontakt zur Pädiko Akademie E-Mail: podcast@paediko-akademie.de Telefon: 0431 982 639 639 Instagram: @paediko_akademie
Und wenn euch diese Folge etwas gegeben hat – teilt sie gerne mit Kolleg:innen und Eltern, kommentiert bei Spotify oder bewertet den Podcast. So erreichen wir gemeinsam noch mehr Fachkräfte und Familien.
BOP – Bedürfnisorientierte Pädagogik. Gemeinsam für starke, selbstbewusste Kinder und Fachkräfte.
Transkript anzeigen
00:00:04: Ich beschäftige mich hier mit einer achtsamen, gewaltfreien und bedürfnisorientierten Begleitung von Kindern in der die Gefühle Bedürfnisse und Grenzen aller Beteiligten im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.
00:00:29: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Episode!
00:00:33: Mein Name ist Lea Wedewad, ich bin Kindheitspädagogin Referentin.
00:00:37: Meine Themen sind hauptsächlich bedürfnisorientierte Pädagoge, gewörterzauberste Sprachgewalt, biografische Selbstreflektion für pädagogische Fachkräfte und eigentlich geht es hier immer um Beziehung zwischen Fachkräften und Kindern.
00:00:52: also die Interaktion interessiert mich ganz besonders wie wir aufeinander bezogen sind als Fachkräft mit Kindern in der professionellen Praxis Und mein Anliegen ist es insbesondere, den Beruf der pädagogischen Fachkraft in Kitas, Krippen, Kindertagespflege ja zu professionalisieren bzw.
00:01:13: aufzuwerten auch und die Bedeutung dieses Jobs deutlich zu machen.
00:01:25: Heute möchte ich ein Thema angehen was ich finde das noch viel zu wenig Beachtung findet und ich habe gerade erst einen Newsletter dazu verfasst.
00:01:35: Und dadurch, dass so viel Reaktion kam, dachte ich, ich greife das hier auch noch mal auf.
00:01:41: Es geht darum, welche Sensibilität eigentlich Eingewöhnung hat Und dass diese Sensibilität dieser Phase, dieser ersten wichtigen Übergangsphase von Kindern, von zu Hause in die Einrichtung des ja häufig der erste Übergang den diese Kinder bewältigen mit ihren Eltern.
00:02:03: Der so viel Schmerz auslösen kann und der Schmerzen bezieht sich nicht nur auf die Kinder sondern auch auf die Eltern.
00:02:11: Das ist oft ein sehr schmerzhafter Prozess und viele gehen davon aus das es ebenso ist dass das eben dazugehört, dass das normal ist.
00:02:22: Also wir müssen da einfach alle durch.
00:02:25: Das ist eben schmerzhaft und da müssen alle weinen und da ist es so, dass wir da alle
00:02:31: durchmüssen.".
00:02:32: Und dabei wird oft verkannt, dass Menschen überfordert werden in diesen Situationen – insbesondere eben Kinder aber auch Eltern – in diesem Ablöseprozess der manchmal sehr eben schmershaft... sein kann.
00:02:48: Und es kann soweit gehen, dass eben diese Eingewöhnungsprozesse zu einer Situation werden können in den Verletzungen passieren, in denen kinderschutzrelevante Situationen passieren.
00:03:02: und zwar wenn wir Kinderschutz hören dann denken ja viele eben schnell an so körperliche Verletzung oder auch sexualisierte Verletzingen oder sowas.
00:03:12: Und dabei wird eben häufig vergessen, dass es auch die seelischen Verletzungen gibt.
00:03:18: Seelische Verletzung sind nicht immer nur so was wie Beschämung oder sowas.
00:03:23: Das kann natürlich auch passieren in Eingewöhnungen, dass wir Gefühle absprechen und sagen jetzt ist auch mal gut!
00:03:28: Jetzt hast du auch mal genug geweint... ...oder ja, die Mama kommt doch wieder und so, ne?
00:03:33: Also das wird das abwerten.
00:03:35: Das wäre natürlich auch eine Form seelischer Verletzing.
00:03:38: Was jedoch noch viel zu selten betrachtet wird ist sozusagen die Form der unterlassenden Hilfeleistung beziehungsweise emotionale Vernachlässigung.
00:03:50: Das ist immer dann der Fall, wenn in Einrichtungen Kinder eben betreut werden bei denen gesagt wird ja die Eingewöhnung ist halt schon so weit dass die Eltern eben weg sind und dabei aber bei den Kindern klar deutlich wird dass sie das nicht bewältigen können.
00:04:06: Dass sie einfach nicht aufhören zu weinen, dass sie jammend an der Tür stehen klopfen versuchen an die Tür klinge zu kommen.
00:04:14: also da berichte ich jetzt von einem Fall den ich eben selber begleitet habe und das ist auch eben... etwas, was ich jetzt in einem Vortrag transportiert habe.
00:04:23: Deswegen möchte ich das hier auch nochmal aufgreifen.
00:04:26: Beim Fachtag gewaltfreie Kindheit habe ich über das Thema eben Verletzungen und Gewalt in Eingewöhnungen gesprochen Und da habe ich auch von diesem Fall berichtet.
00:04:37: Da ist es eben so gewesen, dass ein Kind Weinen an der Tür stand geklopft hat und nur ein bisschen über einem Jahr war nach Mama gerufen hat und die Fachkräfte des Kindes nicht trösten konnten.
00:04:51: Dieses Weinen sehr verzweifelt war ... und über eine halbe Stunde ging.
00:04:58: Als ich dann in der Rolle der Evaluatoren war, als ich da drin war in der Gruppe dort, hatte ich gefragt, warum lässt sich das Kind nicht trösten?
00:05:08: Dann haben sie gesagt, ja, der lässt sich halt nicht trösten.
00:05:12: Es wurde so abgetan auf die Art, das haben wir schon probiert ... Und es geht nicht so!
00:05:18: Ich hab auch versucht, das Kind zu trösten.
00:05:20: Weil ich's nicht mehr ausgehalten habe.
00:05:21: Das darf ich in der Rolle nicht.
00:05:23: Aber es war für mich so schwer auszuhalten und er ließ sich von mir eben nicht trösen.
00:05:29: Er kannte mich gar nicht.
00:05:30: Dann waren da mehrere andere Kinder.
00:05:32: Es waren insgesamt sieben Kinder davon eigentlich alle in eine Eingewöhnung ... Einige halt später, aber drei eben sehr neu.
00:05:43: Und dann waren da zwei Kinder, die waren dauerhaft auf den Armen der ... Fachkräfte und haben bitterlich geweint.
00:05:52: Eigentlich aber auch so resigniert, gejammert mit roten Augen.
00:05:57: Und immer wieder ist ein Weinen aufgeflammt.
00:06:00: Alle anderen Kinder in der Gruppe zeigten Stresszeichen.
00:06:03: Die zeigten Stresszeiche, indem sie sich einfach auf den Boden gelegt haben und sich nicht mehr bewegt haben.
00:06:09: Die haben alle nicht gespielt, die haben zwischendurch geweint ... Es war insgesamt eine Hochangeschwung.
00:06:17: Situation.
00:06:18: Es war ein Stress in diesem Raum, der schier nicht auszuhalten war und ich habe dann irgendwann diese Situation beendet.
00:06:26: Ich bin zur Leitung gegangen und ich hab gesagt wir müssen das beenden Und tatsächlich haben wir einen Kinderschutzverfahren eingeleitet.
00:06:33: Das bedeutet genau den Träger dazu geholt.
00:06:36: Wir haben alle Eltern angerufen und haben gesagt wir müssten es beenden.
00:06:40: die Kinder sollen bitte abgeholt werden Genau die.
00:06:44: nach dieser Einschätzung, also Gefährdungseinschätzungen quasi ist das in dem Moment dann eben am Ende eine seelische Vernachlässigung als ne seelischen Vernachlässtigung einzuordnen im Bereich des Kinderschutzes.
00:06:58: Weil quasi die Regulation von außen dieses Beruhigen, dieses Trösten nicht möglich war.
00:07:06: Also
00:07:06: d.h.,
00:07:07: dass die Kinder hatten keine Chance sich sicher zu fühlen.
00:07:10: Das Nervensystem völlig überfordert, zwar überreizt eine totale Überforderung.
00:07:16: Und die Ressourcen der Kinder, die eben gerade mal ein Jahr waren, die stellt man ja dann meistens gegenüber diese Ressursen den Gefährdungsrisiken und Ressurzen.
00:07:28: Diese Ressoursen haben nicht ausgereicht, dass sich die Kinder selber beruhigen konnten.
00:07:32: Die Beziehungen, das kam nachher auch raus, also die Eingewöhnungen liefen erst ein, zwei Wochen und die waren so klein haben sich einfach nicht sicher gefühlt.
00:07:42: Also die Bindungsbeziehungen waren nicht stabil, so dass die Kinder sich da beruhigen konnten.
00:07:48: Ganz im Gegenteil, die waren alle sehr verzweifelt und überfordert und hochgradig gestresst.
00:07:55: Und dann ist das eben auch als Kinderschutz einzuordnen.
00:07:58: Und dazu habe ich eben einen Newsletter geschrieben, dass wir da eben auch darauf achten müssen, dass es eine Form von Gewalt der Kinderschutzkonzepte, wenn Kinder nicht getröstet werden.
00:08:08: Also wenn Kinder alleine gelassen werden mit ihrem Schmerz, wenn wir auch sowas sagen wie jetzt beruhigt ich mal und die können das eigentlich nicht haben sich selber beruhigen oder eben da einfach das so hingenommen wird?
00:08:19: Und die Fachkräfte, die meinten das nicht einmal böse also die waren danach auch total reflektionsbreit.
00:08:24: es war wirklich einfach nicht in ihrem Kosmos zu sagen Wir dürfen das jetzt beenden Wir dürfen beenden, wir dürfen die Eltern anrufen.
00:08:34: Oder wir müssen sogar die Eltern wieder anrufern und wir müssen Schritte zurückgehen zum Wohle der Kinder als Kinderschutzmaßnahme
00:08:42: sozusagen.".
00:08:43: Und es ist einfach so dass sie das durchgezogen haben weil sie dachten das ist so da müssen wir alle durch.
00:08:50: Die Glaubenssätze und diese Idee von ja da müssen weh alle durch eben hat dazu geführt dass es eigentlich das Wohl der Kinder gefährdet hat.
00:08:59: Ja und da kam jetzt ein paar Nachrichten auch.
00:09:02: Und ich möchte gerne einmal ein paar nachrichten hier durchgehen, also was heißt ein paar zwei Nachrichten?
00:09:09: Zwei Mails die ich hier beantworten möchte und zwar... Eine Mutter schreibt mir, dass sie eben Podcastfolgen gehört hat zum Thema Gewalt in Kitas.
00:09:19: Und ich lese einfach mal mittendrin vor so das wir den Kontext haben.
00:09:24: Da ich mich gerade mitten in der Eingewöhnung mit meinem Sohn befinde, habe ich das Thema sehr beschäftigt und ich würde mich sehr über ihre Einschätzung zu einem Paar Situation freuen.
00:09:33: Mein Sohn ist anderthalb Jahre alt und wir sind seit zwei Wochen an der Eingewöhnung in einer Krippe.
00:09:39: Es gibt dort einige Dinge, die ich wirklich sehr schätze.
00:09:41: Die Räumlichkeiten sind schön das Außengelände ist ja großzügig und naturnah es gibt nur eine Krippengruppe alles sehr familiär.
00:09:48: außerdem gefällt mir gut dass die Eingewöhnung nicht übers Knie gebrochen wird sondern eben behutsam und ohne Druck verläuft.
00:09:54: Das passt gut zu meinem Sohn und auch zu mir.
00:09:57: also das ist Total schön, das wäre jetzt sozusagen der Gegenpart.
00:10:00: Dass man sagt eben um solche emotionalen Verletzungen zu verhindern.
00:10:05: Das war dann auch Teil des Vortrags geht es darum wirklich bedürfnisorientiert einzugewöhnen.
00:10:11: Mein tiefes Anliegen ist dass wir sagen Eingewöhnungen müssen an den Bedürfnissen der einzelnen Personen ausgerichtet werden die in dem Moment in der Eingeführung sind.
00:10:21: Das ist die Familie die begleitet und das sind auch die Kinder.
00:10:25: Da gibt es keinen richtig und falsch in einer bestimmten Länge nach einer Woche, nach zwei Wochen.
00:10:31: Sondern jedes Kind braucht da etwas anderes.
00:10:33: Und genau das ist erstmal erfreulich hier zu hören dass man sagt Das wird nicht schnell gemacht sondern eben langsam und an den Kindern orientiert.
00:10:42: So jetzt schreibt sie aber gleichzeitig gibt es einige Punkte bei denen ich unsicher bin.
00:10:47: Zum einen habe ich das Gefühl, dass mein Sohn der Aufbau einer Beziehung zu einer Erzieherin noch recht schwer fällt.
00:10:52: In der Krippe gibt es sehr viel Freispiel.
00:10:54: Mir fällt dabei auf, dass die Erziehern relativ selten aktiv auf die Kinder zugehen oder gezielt etwas mit ihnen
00:11:00: machen.".
00:11:00: Zum Beispiel kommt es kaum vor, dass ein Kind einen Buch bringt und dann gemeinsam gelesen wird oder das eine Erzieherin aktiv ein Spiel anbietet.
00:11:07: Oder sich zu einem Kind setzt und mit ihm spielt.
00:11:09: Z.B.
00:11:10: die besondere Bastelaktion wurden in den Wochen noch gar nicht angeboten.
00:11:13: In der Zeit, in der wir bisher da waren war immer nur Freispiel.
00:11:17: Dadurch habe ich manchmal den Eindruck, dass mein Sohn auch wenig echte Interaktionen mit der Erziehern hat Was den Bindungsaufbau gerade etwas erschwert.
00:11:25: Ich habe beispielsweise täglich einen persönlichen Gegenstand von zu Hause mitgebracht und keine Erzieherin kam je auf die Idee, diese zusammen in meinem Sohn anzusehen.
00:11:35: Zum Beispiel Spieluhr oder Fotoalbum.
00:11:37: Das ist jetzt ein ganz wichtiger Knackpunkt den ich einmal gerne herausstellen möchte Und zwar eine Eingewinnung kann wirklich Lange gehen, also entgegen dieses Kinderschutzfalls wo es einfach sehr schnell ging und das für alle Kinder eine Überforderung war können eben auch Eingewöhnungen lange gehen.
00:11:55: Also kann man lang ziehen und trotzdem ist es keine Eingawöhnung.
00:11:59: Das ist immer dann der Fall wenn pädagogische Fachkräfte keinen aktiven Bindungsaufbau betreiben.
00:12:05: denn aktiver Bindung auf Bau bedeutet dass ich eben eine Bindung ja eine Sicherheit für das Kind schaffe Und dafür braucht es das Aktive auf das Kind eingehen durch die Fachkraft.
00:12:18: Denn sonst kann das Kind Ewigkeiten in der Einrichtung sein und es besteht aber keine sichere Beziehungen zur Fachkraft, was dann natürlich passiert ist dass das Kind die Rheumel kennenlernt, die anderen Kinder abläufe.
00:12:31: Das ist auch wichtig da einfach zu seien um zu wissen ja so läuft das hier das schafft natürlich auch Sicherheit.
00:12:39: Aber die entscheidende Sicherheit entsteht durch die Bindungsbeziehung.
00:12:44: Und eine Eingewinnung kann immer nur dann gelingen, wenn Kinder das Gefühl haben hier bin ich sicher!
00:12:50: Bei dieser Person bin Ich sicher und ich empfinde immer dann Sicherheit Wenn ich das Gefühl habe Die Person sieht mich in meinen Interessen Also sie sieht was ich mag Wenn die Person mich mit meinen Gefühlen sieht und ernst nimmt und annimmt.
00:13:08: Also da sind wir jetzt bei der Bedürfnisorientierung, also das heißt die verschiedenen Grundpfeiler eben wahrnimmt.
00:13:13: Also Gefühle so was wie ach du freust dich wenn du diesen Bagger siehst oder sowas dass das auch gespiegelt wird?
00:13:20: Wenn es Kind feststellt ah die sieht mich in meinen bedürfnissen.
00:13:23: zum Beispiel wenn mir das zu eng wird also ich brauche Distanz und Abstand dass die Fachkraft das auch sieht und nicht über diese Grenze hinweg geht.
00:13:32: Das wäre dann der dritte Grundpfeiler auch.
00:13:34: Grenzen, das heißt ah mein Gegenüber achtet auch meine Grenzen.
00:13:39: also wenn mir das zu nah wird so viel wird oder ich dann doch wieder zu meiner Mama oder meinen Papa möchte Dann darf ich das auch.
00:13:47: da wird sich nicht dazwischen drängt oder so.
00:13:50: Also meine Grenzen werden respektiert, meine Bedürfnisse.
00:13:53: also wenn ich das geführe, oh!
00:13:54: Ich werde jetzt unsicher, ich brauche Sicherheit dass dann die Person da ist und mich schützt zum Beispiel, ne?
00:14:00: Also das heißt... Oder die bemerkt, wenn ich was trinken will oder die be merkt Wenn ich Trost brauche, na?
00:14:08: Also wenn ich diese Erfahrung mache, dann fühle ich mich sicher.
00:14:11: Ich werde in meinen Gefühlen gesehen, in meinen Bedürfenissen ,in meinen Grenzen.
00:14:15: Dann habe ich das Gefühl, bei der Person da kann ich sein.
00:14:19: Die achtet auf mich und die schützt mich.
00:14:21: Und sie sieht auch was ich mag!
00:14:23: Ich finde es immer ganz faszinierend.
00:14:24: Es gibt Einrichtungen oder bestimmte Fachkräfte, bestimmte Menschen.
00:14:28: Da kann eine Eingewinnung ewig lange gehen und es besteht trotzdem keine Bindungssicherheit.
00:14:34: Es gibts aber auch Menschen – ich hab schon welche davon kennenlernen dürfen – da sind die Kinder einen Tag in einer Einrichtung Und die schaffen es, an diesem einen Tag dem Kind so viel Sicherheit zu geben über das wie sie sind.
00:14:50: Dass das Kind sofort totales Vertrauen hat und ich versuche das dann mal festzumachen an bestimmten Punkten.
00:14:56: Das ist zum Beispiel wenn die Fachkräfte von Anfang an ein freundliches Gesicht aufsetzen Wenn die Fachkrete von Anfang An eine Aufmerksamkeit dem Kind schenken mit ganz viel Präsenz Oh, du bist heute wieder da!
00:15:11: Ich freue mich so.
00:15:12: Wenn Fachkräfte bemerken was den Kindern wichtig ist das wäre jetzt hier an dem Punkt.
00:15:18: zum Beispiel das mitgebrachte Fotoalbum oder bestimmtes Spielzeug ist mitgebrach worden Das heißt es Kind und die Familie versucht ja schon die Brücke zu schaffen zwischen Zuhause und der Einrichtung.
00:15:29: Und genau dann ist es unglaublich wichtig das aufzugreifen und auf jeden Fall zu gucken, dass man da das aufnimmt, aufgreift.
00:15:38: Und sagt ja, das hast du mitgebracht ne?
00:15:40: Zeig mir das mal!
00:15:42: Wenn ich da eben Interesse zeige und so beim Kind bin dann entsteht Vertrauen.
00:15:48: Die Eingewöhnung kann wochenlang gehen.
00:15:50: es finden wirklich keine Interaktion stattzu schreibt die Mutter das auch.
00:15:54: Dann ist das wirklich keine gute Voraussetzung für eine gelingende Eingwöhnungen.
00:15:58: Das heißt, ja hier stimmt dieses Gefühl von Ja irgendwie findet die Eingewinnung langsam statt aber es finden keine Interaktion statt.
00:16:07: und diese nun mal wichtig.
00:16:08: Also die Menge der direkten eins zu eins Interaktionen entscheiden wie sicher das Kind sich fühlen kann Und das ist auch ein bisschen unabhängig davon, ob jetzt nur Freispiele oder Angebote gemacht werden.
00:16:21: Also auch wenn jetzt nur freispiel stattfindet kann ja oder gerade dann.
00:16:25: es ist ja möglich dass Fachkräfte eigentlich sich dann Zeit nehmen können für Eingewöhnungskinder um dann mal ganz genau eben dem Kind zu folgen.
00:16:33: was möchtest denn machen?
00:16:34: Was interessiert dich denn?
00:16:36: Aha!
00:16:37: Du zeigst da auf das Buch.
00:16:39: Wollen wir uns das mal anschauen?
00:16:40: Ich bemerke das, ich bemerk' dich!
00:16:42: Ich be merke deine Interessen.
00:16:45: Das ist die Voraussetzung dafür, dass es Kind sich darüber überhaupt sicher fühlen kann.
00:16:53: und wer sich jetzt mit dem Thema bindungsorientierte Eingewöhnung auseinandersetzen möchte also genau schauen möchte wie können wir denn alle gut begleiten so dass eben keine seelischen Verletzungen passieren, dass wir zugewandt handeln.
00:17:09: Dann mag ich jetzt eine ganz, ganz... Ganz ganz dicke Empfehlungen aussprechen.
00:17:14: Nämlich, wir haben demnächst am sechzehnten Juni das sein Dienstag, haben wir Professorin Dr.
00:17:21: Mayan Alemsade bei uns in der Akademie.
00:17:24: Sie hält einen Vortrag, ein Online-Vortrag von neun bis elf Uhr zum Thema bindungsorientierte Eingewöhnung.
00:17:32: Sie ist ja die Begründerin des partizipatorischen Eingawöhnungsmodells Und also ich freue mich riesig, dass sie da ist und ihr könnt euch noch anmelden.
00:17:40: Geht dazu gerne auf die Webseite der akademiebo-pedagogik.de.
00:17:45: Ich packe auch alles in die Show Notes.
00:17:47: wir freuen uns wenn ihr dabei seid.
00:17:51: So, und jetzt geht diese Mail weiter.
00:17:53: Ein weiterer Punkt betrifft den Umgang einer Erzieherin mit Konfliktsituation zwischen den Kindern.
00:17:57: Es gibt ein Kind in der Gruppe etwa zweieinhalb Jahre alt das öfters Schwierigkeiten mit Frustration hat und manchmal andere Kinder an den Haaren zieht oder am Kragen packt.
00:18:07: Mir ist natürlich völlig klar dass in solchen Situationen eingegriffen werden muss und dass das Kind aus der Situation herausgenommen werden sollte.
00:18:15: Was mich jedoch verunsichert ist die Art und Weise wie das oftmals geschieht.
00:18:19: Der Ton dieser Erzieherin wird dann häufig sehr laut und sehr streng, nicht unbedingt schreien aber sehr hart und dominant.
00:18:26: Teilweise nimmt sie das Kind dann am Arm zu sich sehr grob wie ich finde setzt es auf ihren Schoß und fixiert seine Arme mit ihren eigenen Armen.
00:18:35: aus meiner Perspektive wirkt dass in manchen Situationen nicht unbedingt notwendig da das Kind im Moment nicht um sich schlägt.
00:18:41: Außerdem sind mir einzelne Aussagen aufgefallen, bei denen ich unsicher bin wie ich sie pädagogisch einordnen soll.
00:18:46: Ein Beispiel war eine Situation in der ein Kind etwas nicht aufräumen wollte und die Erzieherin sagte ach schade du bist schon groß, ich dachte du kannst sowas schon.
00:18:56: das wirkte auf mich ein wenig so als würde dem kind ein schlechtes Gewissen gemacht.
00:19:00: heute gab es auch eine Situation mit dem oben beschriebenen Jungen in der Die Erziehrerin in einem sehr harten Ton sagt das reicht mir jetzt heute mit dir.
00:19:08: daraufhin sagte das Kind dann will.
00:19:10: die Antwort war, das geht jetzt aber nicht.
00:19:13: Es wurde nicht weiter darauf
00:19:14: eingegangen.".
00:19:15: So und jetzt kommt ein Punkt der mir auch so wichtig ist wenn Eltern so etwas erleben in der Einrichtung während einer Eingewöhnung dann kann eine Eingewöhnung nicht gelingen.
00:19:29: Das ist nicht möglich, weil nur in dem Eltern ganz stark gegen ihr eigenes Gefühl arbeiten.
00:19:34: Denn was passiert denn?
00:19:36: Sie sieht in der Einrichtung verletzendes Verhalten und Ihr Gehirn sagt gleichzeitig Und jetzt soll ich mein Kind hier lassen, wo Verletzungen passieren.
00:19:46: Das ist eine Dissonanz im Gehirn, die schwer auszuhalten
00:19:50: ist.".
00:19:50: Da sind wir wieder beim Schmerz vom Anfang.
00:19:53: So kann kein Vertrauen entstehen!
00:19:55: Also Ich sehe Verletzung, ich sehe verletzendes Verhalten und Jetzt soll ich Mein Kind dort lassen, Wo Verletzogen passiert?
00:20:02: Weil Hier sind ja gleich Mehrfachverletzung passiert.
00:20:05: Also das sind alles kinderschutzrelevante Themen, also ein Fixieren ist einfach nicht erlaubt, auf dem Schoß nehmen.
00:20:12: Also das Kind einfach auf den Schoße nehmen.
00:20:15: Es sind Formen von Sprachgewalt ... Das reicht mir jetzt mit dir heute oder auch schade!
00:20:21: Das ist so eine emotionale Erpressung und Manipulation.
00:20:25: Ja also sie hat da ein richtiges Gefühl dass das einfach nicht in Ordnung ist und ist es auch nicht so.
00:20:30: D.h.,
00:20:31: das wären alles Themen die eigentlich an die Leitung gemeldet werden müssten, weil das kinderschutzrelevante Themen sind.
00:20:37: Es ist Sprachgewalt es ist ein Kind einer Situation auszuliefern dann will ich nach Hause ja eigentlich auch eine Form von Beschwerde.
00:20:45: Das finde ich nicht okay.
00:20:46: hier geht's mir nicht gut.
00:20:47: und dann sagt die Erzieherin auch noch Ja das geht jetzt aber nicht ne?
00:20:51: Ich habe hier die Macht du bleibst jetzt hier.
00:20:53: also das sind wirklich Themen Die die Mutter richtig einschätzt dass das verletzend ist Dass dann Vertrauen entstehen soll, das ist nicht möglich.
00:21:04: Das ist unmöglich und das ist so gemein weil im Grunde müsste die Mutter sagen Dann gehen wir jetzt Wir bleiben hier nicht Weil es geht nicht dass hier so Verletzungen passieren Und oft haben Eltern aber keine andere Möglichkeit Also keine andere Wahl.
00:21:19: Es gibt keine andere Einrichtung.
00:21:21: oder wie auch immer auf dem Dorf ist die nächste Einrichtung keine Ahnung, wie viele Kilometer weg.
00:21:25: Ja und sowas macht mich echt sauer weil manchmal wird es dann sogar umgedreht dass dann die Mutter die Verantwortung bekommt ja sie kann eben nicht loslassen.
00:21:35: natürlich kann sie nicht los lassen.
00:21:37: sie kann ich loslassen wenn dort Verletzungen passieren.
00:21:39: Wie soll das denn gehen?
00:21:41: Also ich kann nur loslassen, wenn ich mich sicher fühle und wenn ich dort Verletzungen sehe.
00:21:46: Und sehe das meinem Kind, dass gar keine Bindung aufgebaut wird.
00:21:50: Dann ist es gar nicht möglich!
00:21:53: Wie soll das gehen?
00:21:54: Das ist dann nicht die Verantwortung der Mutter sondern die Verantwortung zur Einrichtung adäquat mit Verletzung
00:21:59: umzugehen.".
00:22:01: Und sie schreibt genau auch das.
00:22:03: Sie schreibt dann, mein Vertrauen ist dadurch ein wenig verunsichert mit Blick auf die Zukunft.
00:22:07: Im Moment ist mein Sohn noch sehr klein und Konfliktscheu aber natürlich kann es gut sein dass er in einem Jahr selbst stärker in Konflikten mit anderen Kindern gerät.
00:22:15: Dann würde ich mir wünschen, dass solche Situationen möglichst ruhig und wertschätzend begleitet werden.
00:22:20: Ich werde auch einige Beobachtungen direkt in der Kita ansprechen und das ist natürlich was, was total wichtig ist.
00:22:27: Dass das hier angesprochen wird.
00:22:28: also es gibt die Möglichkeit eben zu wechseln.
00:22:31: ich würde eigentlich sagen sofort wechselen weil das Ding ist wenn das einmal passiert wird dass immer wieder passieren.
00:22:37: Das klingt auch so als wäre das eben etwas was häufiger vorkommt Und genau das ist die eine Möglichkeit.
00:22:43: Die andere Möglichkeit ist natürlich anzusprechen und zu gehoffen oder zu gucken, dass sich etwas ändert.
00:22:48: Genau also da würde ich auf jeden Fall der Mutter ganz viel Mut machen das anzusprechen und auch ganz klar zu sein in dem Verhaltensweisen sind die einfach nicht erlaubt sind.
00:22:58: Ja dann sind wir wieder beim Anfang.
00:23:00: Das ist ein Form von seelischer Gewalt Seelischer gewalt in der Eingewöhnung Dass das Kind jetzt nicht direkt Verletzung erfährt, sondern es das mitbekommt.
00:23:15: Und die Mutter das mitbekommt.
00:23:17: und wenn ich das beobachte diese seelische Gewalt hier du bist doch schon groß und was da alles für Manipulationen waren und Sprachgewalt dann kann die Eingewöhnung auch nicht gelingen.
00:23:29: Sie fragt dann handelt sich ihre Meinung nach dabei möglicherweise schon um Form subtiler Gewalt?
00:23:34: Falls ja oder falls sie es zumindest kritisch sehen wie könnte man solche Beobachtungen konstruktiv in einer Kita ansprechen ohne sofort eine Abwehrhaltung auszulösen.
00:23:46: Es ist keine Form subtiler Gewalt, sondern es ist eindeutige psychische Gewalt.
00:23:51: Klar, manche beschreiben's als subtil weil viele noch nicht als solche einschätzen.
00:23:55: Es is aber eindeutlich psychische gewalt.
00:23:57: Genau wie kann man sowas ansprechen?
00:23:59: Wichtig finde ich alles das was beobachtet wird erstmal aufzuschreiben und zwar in möglichst beschreibendem Art.
00:24:07: Also das bedeutet mit Datum, mit Namen und Beschreibend was ich gesehen habe ohne zu werten.
00:24:13: Fachkraft so und so sagte das und dass.
00:24:16: Erst mal alles aufschreiben und dann ist eigentlich der Weg zur Leitung zu gehen.
00:24:22: Und also das ist tatsächlich jetzt was hier geschrieben wird, was sich nicht nur mit der Fachkraft besprechen würde.
00:24:28: Das würde ich auch mit der Leitung sprechen, also kann man auch mit beiden zusammengesprechen.
00:24:33: Dann würde ich das möglichst auch beschreibend erzählen, dass sie gesagt hat das und das.
00:24:40: Und dass wir das beobachtet haben.
00:24:43: Man kann natürlich von sich aussprechen mit den eigenen Gefühlen.
00:24:46: Damit geht es mir gar nicht gut.
00:24:49: Also ist es für mich sehr schwer hier anzukommen und mit der Eingewöhnung auch wenn ich eben hier so verletzende Sachen sehe.
00:24:59: Man kann schon als Eltern sagen, soweit ich das weiß ist es im Sinne des Kinderschutzkonzepts auch nicht erlaubt.
00:25:07: Ich würde das schon so sagen weil das ist so und dann ist ziemlich relevant wie darauf reagiert wird.
00:25:15: Also reagieren die Leitung und die Fachkraft reflektionsbereit und kooperativ.
00:25:24: Wir wissen die genau, weil normalerweise gibt es jetzt ein Verfahren, dass die Leitung das aufnehmen muss dann wird das alles werden alle informiert und dann gibt's da einen Formular und dann geht man da ganz strukturiert seine Wege und wenn das alles nicht passiert und eher eine Umkehr stattfindet, also das sozusagen dann gedroht wird oder dass man gegessleitet wird.
00:25:46: Also dass man sagt es stimmt nicht so war das nicht oder sowas ne?
00:25:49: Also dass dann quasi Widerstand kommt und man vielleicht sogar dann ja angegriffen wird.
00:25:55: Boah, dann würde ich wirklich sagen nehmt die Beine in die Hand und geht weil dann ist ziemlich unwahrscheinlich dass sich da was verändern wird.
00:26:03: wenn die Personen reflektionsbereit sind dann und sie zeigen das sich was ver ändern wird dann ist das auf jeden Fall auch ein Weg Das es jetzt ein Beispiel gewesen in dem eben Gewalt beobachtet wird in der Eingewöhnung und dass es das eben für Familien ziemlich schwer macht dort anzukommen.
00:26:22: Jetzt habe ich noch eine ganz andere Mail bekommen auf meinen Newsletter, wo es eben um die Gewalt einer Eingewöhnung ging.
00:26:28: Da geht's jetzt nochmal in ne ganz andere Richtung und zwar vielen Dank für deinen Beitrag!
00:26:33: Ich hab tatsächlich Fragen zu dieser Mail.
00:26:35: welche Handhabungen habe ich wenn Eltern ihre Kinder nicht abholen?
00:26:39: Ich beobachte eher dass der Aufenthalt in der Kita oft zu lang für jüngere Kinder ist.
00:26:44: Sie schaffen den Vormittag und lassen sich vielleicht auch auf dem Schlafen nach einer längeren Eingewöhnung ein.
00:26:50: Aber schwierig wird der Nachmittag, einige zeigen deutlich dass ein Aufenthalt nicht so lange nachmittags mehr emotional geschafft wird.
00:26:57: Problematisch ist da ja auch immer wenn Bezugspädagogen bereits Feierabend haben oder tatsächlich die Eingewöhnungszeit noch deutlich länger gedauert hätte und Eltern vor einem stehen und sagen sie haben nicht mehr Zeit und werden auch mit den Arbeitsstunden runtergehen können.
00:27:13: Es ist ein richtiger Knick in der Beziehung zu den Eltern, zu sagen ja sie haben Vertrauen zu uns bzw.
00:27:19: die Kinder aber die Länge der Trennung stresst die Kinder eben doch.
00:27:23: Das gleiche Problem hat man ja mit Notbetreuung.
00:27:25: Wenn Eltern morgen schon sagen, sie können ihr Kind nicht abholen zu der für kurzen Öffnungszeit und dann einfach gehen oder vermehrt ein Kind krank abgeben und wir Sie am Vormittag anrufen müssen, dass Sie doch noch offensichtlich kranke das Kind abholten müssen?
00:27:38: In der bringen Situation fällt es vielleicht nicht gleich auf.
00:27:40: ich rufe dann natürlich trotzdem an und suche das Gespräch erläutere Krankheitssymptome.
00:27:45: Ich finde ist so schwierig wenn das fast jede Woche passiert und der eigene Arbeitgeber befürchtet, Vertrag kündigen werden und woanders hingehen, dass hier in Berlin tatsächlich durch den Geburtenrückgang immer schwieriger wird die Gruppen auszulasten um das Personal zu halten.
00:28:02: Genau also die Mail geht noch weiter.
00:28:04: ich würde das jetzt erstmal so stehen lassen.
00:28:07: Also das ist natürlich jetzt sozusagen die andere Seite wenn pädagogische Fachkräfte sehr fachlich arbeiten, sehr bewusst mit Eingewöhnungen umgehen und auch außerhalb der Eingawöhnung.
00:28:19: Und sozusagen Eltern da keine Möglichkeit haben – es muss man ja auch sagen also vielleicht wollen sie nicht?
00:28:26: Vielleicht finden Sie es schön endlich das Kind in eine Einrichtung zu haben so, ne?
00:28:30: Das wäre die eine Möglichkeit, die andere Möglichkeit ist natürlich dass sie wirklich eben das nicht gestemmt kriegen, dass die vielleicht unter Armutleiden alleinerziehend sind.
00:28:40: Das müssen wir immer mit berücksichtigen und das einfach nicht schaffen.
00:28:43: Also das nicht stemmen können weil Sie keine Unterstützung haben.
00:28:46: Weil Sie sonst keine Unterstützung habe.
00:28:48: also viele Familien haben Kitas als einzige Unterstützungsinstitution für die Entlastung.
00:28:55: Und Familien sind so belastet.
00:28:57: an vielen Stellen kann das natürlich auch passieren.
00:29:01: Ich möchte jetzt gar nicht auf die Gründe eingehen, da gibt es viele verschiedene Gründe warum Eltern dann eben ja nicht länger Eingewöhnungen machen können oder was auch immer.
00:29:10: ich finde ziemlich wichtig dass wir uns als Einrichtungen von vornherein klar positionieren und sogar vielleicht ihnen den Eltern einen Vertrag vorlegen oder ein Schreiben was sie unterschreiben müssen indem ganz klar steht Eltern sich mindestens acht Wochen Zeit nehmen müssen für eine Eingewöhnung.
00:29:31: Mindestens, eigentlich mehr!
00:29:32: Eigentlich zehn Wochen weil wir wissen da kommt Krankheit dazwischen und so weiter Und das zehn Wochen die Möglichkeit da sein muss dass Eltern sich Zeit nehmen.
00:29:44: Dass sie vielleicht eben an ja dass sie vielleicht Oma-Opa noch haben.
00:29:48: also das heißt ich würde schon gucken, dass man sich von vornherein absichert und sagt diese Zeit brauchen wir dann lieber früher anfangen oder was auch immer.
00:29:57: Dass eben so etwas nicht passieren kann das dann Eltern sagen ja ich geht halt nicht mein Arbeitgeber usw.
00:30:03: Gleichzeitig ist es natürlich wichtig klassisch darauf zu schauen und zu sagen Ja es kann wirklich nicht jeder leisten!
00:30:12: Das heißt wir brauchen beides Wir brauchen ein.
00:30:15: Das ist hier so, weil wir arbeiten hier fachlich, fundiert und deswegen ist das so dass diese Eingewöhnung so lange gehen muss.
00:30:25: Dass Eltern sich solange Zeit nehmen müssen.
00:30:27: Wir lassen uns das unterschreiben und gleichzeitig... braucht es individuelle Lösungen für die einzelnen Situationen.
00:30:36: Also wenn's wirklich so ist, dass Eltern das nicht stemmen können, dass man halt guckt kann man Kompromisse finden und immer wieder dann auf menschlicher Ebene sagen wissen sie wir haben das Gefühl ihrem Kind gehts nicht gut.
00:30:49: also ich glaube wenn wir das Sprachrohr der Kinder nutzen und sagen Wir sehen jeden Tag wie anstrengend das für ihr kind ist wie herausfordernd das ist und es wäre wichtig zum Wohle des Kindes, dass wir die Betreuungszeiten verkürzen.
00:31:05: Dass es für alle gut ist, dass es fürs Kind gut ist.
00:31:08: Und es gibt wenige Eltern, glaube ich denen das dann egal wäre wenn wir sagen ihrem Kind geht's hier nicht gut was dann tatsächlich möglich ist steht dann wieder auf einem anderen Papier.
00:31:19: Das heißt es braucht so ein Aushandeln, so einen Kompromisse finden Klar sein und gleichzeitig war ich im Miteinander.
00:31:29: Klar, das ist hier so.
00:31:30: Wir machen das fachlich begründet so wir schauen auf das Wohl der Kinder und gleichzeitig wie kriegen wir das jetzt in der individuellen Situation hin?
00:31:39: Das ist super, super wichtig ohne die Eltern dazu verurteilen und gleichzeitig immer wieder das Sprachwort Erkinder zu sein.
00:31:45: Ja nicht einfach da auch ein Stückchen ja ich möchte schon auch dazu appellieren Ein Stückchen auch dass da so klar zu sein dass Eltern vielleicht auch meckern und frustriert darüber sind.
00:31:58: Das kann sein, das ist dann auch okay, es ist auch erlaubt!
00:32:03: Alle Gefühle sind in Ordnung, Frustration vielleicht sind die verärgert weil das eben auch unsere Aufgabe ist.
00:32:09: dafür dass wohl der Kinder einzustehen und immer wieder das so zu benennen um zu sagen ihrem Kind geht's hier nicht gut und da eine wirkliche Klarheit auszustrahlen und zu sagen nein ihr Kind sieht krank aus Sie nehmen es jetzt bitte wieder mit.
00:32:23: Und also da wirklich klar zu sein und da auch Grenzen zu kommunizieren, auch wenn Eltern dann vielleicht aufgebracht seien könnten?
00:32:32: Nicht einfach aber wichtig, da wirklich immer wieder für die Kinder einzustehen weil ja die Kinder sind oft die Leidtragenden dieser schnellen stressigen Welt.
00:32:42: Eltern sind belastet, sind überfordert weil es einfach so viel ist.
00:32:46: So eine Doppeltreifachbelastung von all möglichen Anforderungen dass sie auch froh sind wenn Kinder in Einrichtung sind.
00:32:53: und dann sind aber manchmal die Kinder die Leidtragenden Und müssen da dann Ewigkeiten in diesen ja doch sehr herausfordernden Settings sein.
00:33:01: Lautstärke, Stresspegel ist hoch.
00:33:05: Da gab es ja viele Messungen wie Hoch-Stresspägel sind von Kindern im Kindergarten und das darf natürlich nicht sein.
00:33:12: Und da sind wir finde ich auch in der Position als Fachkräfte, als Leitung daran zu sagen Wir sind hier auch für das Wohl der Kinder zuständig.
00:33:21: Es ist nur so... Hier kommt auch in die Mail ob es eine Handhabe gibt.
00:33:26: Ich befürchte dass ist was wirklich im Zwischenmenschlichen gelöst werden muss, also über das Sprachwort der Kinder zu sagen, dass machen wir hier nicht.
00:33:35: Das ist unsere Grenze.
00:33:37: Wir wollen für das Kind und das Kindeswohl da sein und das immer wieder zu kommunizieren.
00:33:43: Das is wichtig damit eben auch die Beziehung zu den Eltern nicht
00:33:46: leidet.".
00:33:48: Vielleicht gibt es wirklich eine Handhabe.
00:33:51: Ich meine, Kinderschutz bedeutet ja auch dass das den Kindern insgesamt gut geht also auch in der Menge der Betreuung.
00:33:58: vielleicht wisst ihr da mehr und könnt mir schreiben oder hier in die Kommentare zum Beispiel bei Spotify ob's da Handhaben gibt.
00:34:05: ich würde das versuchen auf individueller Ebene zu kommunizieren sehr klar zu sein und gleichzeitig war ich in der Interaktion und zu gucken Wie können wir da Kompromisse finden?
00:34:18: So, das war jetzt ein Ritt durch die Eingewöhnungspraxis.
00:34:24: Zwei Nachrichten und eben einen Teil des Vortrags.
00:34:27: wo es um die seelische Gewalt ging in Eingewöhnungen.
00:34:30: Und ich mag jetzt noch eine Frage beantworten, und zwar war's natürlich häufig der Fall ist, dass wir bewusst sein darüber bekommen wie sensibel Eingegwöhnung sind und welches Traumapotenzial das auch hat wenn Kinder ausgeliefert sind?
00:34:45: Wenn sie da klopfen und keiner kommt ein so hoch erregtes Nervensystem haben, dass sich einfach gar nicht mehr beruhigen kann oder Kinder die dann wie erstarrt auf dem Boden liegen.
00:34:57: Das sind Situationen, die auf keinen Fall passieren dürfen und dann kommt ja häufig eben auch eine Verunsicherung auf das man denkt oh Gott darf jetzt ein Kind gar nicht mal weinen in der Eingewöhnung zum Beispiel.
00:35:10: und da mag ich jetzt am Ende noch den Bogen spannen um dass es da nicht zu Missverständnissen kommt.
00:35:16: Es gibt einen himmelweiten Unterschied zwischen Kinder weinen verzweifelt, sie sind einer Situation ausgeliefert die sie nicht gehandelt bekommt, die sie massiv überfordern wo keine Bindungsbeziehung besteht, wo die Eingewöhnungen viel zu kurz ist, wo viele gestresste Kinder auf einem Haufen sind zum Beispiel.
00:35:37: das ist was völlig anderes als wenn eine Eingawöhnung Bereits sechs Wochen ist oder sieben Wochen und ein Kind bereits.
00:35:47: sichtlich eine sichere Bindung zu der Fachkraft aufbauen konnte, wenn da eine Sympathie besteht und dort das Kind schon mehrfach gezeigt hat dass es zu dieser Fachkraft gehen möchte.
00:35:59: Dass er sich sicher fühlt, dass es dort auch schon selbstständig Interaktionen begonnen hat, dass ist dort schon offenarm wollte ohne Widerstand also dass es schon mehrfach gezeigt hat hey die mag ich die Fachkraft und ich fühle mich hier sicher.
00:36:14: Dann die Eltern gehen und das Kind weint kurz.
00:36:18: Und ist traurig für eine Minute, dann darf das Kind auch weinen.
00:36:23: Alle Gefühle dürfen sein – auch eine Traurigkeit!
00:36:26: Es ist nur ein himmelweiter Unterschied ob es eine Traorigkeit ist?
00:36:29: Und das Kind ja, kurz denkt man….
00:36:32: Das ist eben meine Hauptbedingungsperson und die geht jetzt so... Ich kann mich aber gleich fangen weil ich weiß hier bin ich jetzt auch sicher.
00:36:39: Das heißt dass ja eine Minute zwar maximal fünf Minuten weint das Kind, dann darf das sein.
00:36:48: Eingewöhnungen müssen nicht ohne Weinen sein!
00:36:50: Aber Weinen ist natürlich ein wichtiges Signal für Bedürfnisse.
00:36:55: Es sind Ausdruck von Gefühlen die sagen hey vielleicht fühle ich mich nicht so ganz sicher hört mich bitte.
00:37:02: Also das heißt, wir sollten sehr sensibel schauen.
00:37:04: Was möchte das Kind uns eigentlich sagen mit dem Wein?
00:37:07: Ist es ein verzweifeltes Wein oder ist es eben ein kurzes Weinen weil's einfach kurz traurig ist?
00:37:16: Das ist wichtig zu unterscheiden!
00:37:17: Wenn wir bedürfnisorientiert eingewöhnen und die Bedürfnisse der verschiedenen Personen im Blick haben – der Eltern, der Kinder und auch ich als Fachkraft meiner eigenen dann ist es so dass tatsächlich Eingewöhnungen ohne Weinen viel wahrscheinlicher ist.
00:37:33: Das mag ich jetzt noch mal zum Abschluss sagen, Eingewöhnungen müssen nicht tränenfrei sein aber wenn wir bedürfnisorientiert eingewöhnen, ist eine Eingefühnung ohne Tränen viel wahrscheinlicher weil dann werden alle gehört und gesehen und die Kinder werden auch in ihren Kinderrechten berücksichtigt bei allem was sie betrifft mitentscheiden zu dürfen.
00:37:58: Das war es von mir.
00:38:00: Ich wollte mal nachfragen, habt ihr schonmal den großen BOP-Kurs euch angeschaut?
00:38:05: Also der große Onlinekurs für pädagogische Fachkräfte und ganze Teams die sich nach und nach über längere Zeit durch die Bedürfnisorientierung wühlen können sozusagen mit ganz viel Videomaterial und Übungen.
00:38:20: Schaut doch da gerne mal vorbei auf der Webseite der akademiebo-pädagogik.de.
00:38:27: Ich pack auch alles wieder in die Show-Notes.
00:38:29: Das können wir wirklich sehr empfehlen.
00:38:31: innerhalb von sechs Modulen, von der Einführung in die bedürfnisorientierte Pädagogik über das Thema Aggression Wut und Aggression herausforderndem Verhalten begegnen, Bedürfnisse orientiert begegnern.
00:38:43: dann das Thema Strafen.
00:38:45: schauen wir uns an was sind eigentlich Strafen?
00:38:46: Das Thema wird.
00:38:47: aber wir schauen uns Grenzen an.
00:38:49: wie können wir Grenzen kommunizieren?
00:38:51: Dann gibt es noch das Modul Veränderungsprozesse begleiten.
00:38:55: Also wie können wir Veränderungen bewirken?
00:38:57: Schaut da mal vorbei.
00:38:58: All diese, ich sag jetzt die Grundlagen der Bedürfnisorientierung sind auch hilfreich um dann am Ende zum Beispiel eine Eingewöhnung bedürfenesorientiert begleiten zu können.
00:39:08: Ich danke euch recht herzlich fürs Zuhören und ich würde euch einmal bitten diesen, ja wenn ihr bei Spotify zum Beispiel seid zu kommentieren oder auch die Folge weiterzuleiten.
00:39:18: Bei iTunes zu liken dass wir einfach noch sichtbarer werden können das ganz viele Fachkräfte und Eltern den Podcast hören können.
00:39:29: an mich schreiben wollt, dann könnt ihr das natürlich auch immer gerne tun über Kontakt at bedürfnisorientierte-pedagogik.de und freue mich dass ihr hier dabei wart und gelauscht habt.
00:39:41: schickt mir gerne eure mails was ihr von dieser folge haltet welche meinung ihr dazu habt ob ihr noch ergänzungen habt und ansonsten sage ich machts gut bis zum nächsten mal.
00:39:52: tschüss gemeinsam für starke, sich selbstbewusste Kinder und Fachkräfte.
Neuer Kommentar